... und die Welt schaut zu.
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Astrid
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... und die Welt schaut zu.

Post 1 im Thema

Beitrag von Astrid »

Mögen die aktuellen erschütternden Ereignisse den Menschen die Augen öffnen:

https://taz.de/These-zur-toxischen-Maen ... /!5833610/

Grüße - Astrid
Patricia
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Re: ... und die Welt schaut zu.

Post 2 im Thema

Beitrag von Patricia »

Sorry, aber angesichts der aktuellen Ereignisse einen Artikel hier im Forum zu posten in dem es in erster Linie um das Feindbild Mann geht, finde ich extrem geschmacklos.
Sabrina Verena
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Re: ... und die Welt schaut zu.

Post 3 im Thema

Beitrag von Sabrina Verena »

Sorry, Aber die Autorin hat nicht alle Tassen im Schrank.
Bei der Ukraine Krise geht es nicht um männliches Potenzgebaren, wenn dem so wäre könnte man darüber lachen.
Es geht um russische Identität und ukrainische Identität.
Es geht um Zugang zum Schwarzen Meer.
Ja auch um die rusische Angst vor einer Übermacht der NATO.
Von wirtschaftlichen Interesse an Bodenschätzen mal abgesehen.
Es geht auch um die Geltungssucht eines von der Realität abgehobenen Despoten.
Der steht aber nicht für alle Männer, ja noch nicht einmal für alle Russen.
LG Verena
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Jasmine
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Re: ... und die Welt schaut zu.

Post 4 im Thema

Beitrag von Jasmine »

Ich denke das der Krieg nichts mit der Männlichkeit zu tun hat. Hier geht es um viel mehr. Nun könnte man das Thema Osterweiterung der Nato seit 1990 beleuchten, könnte die Bitte um Neutralität der Ukraine ins Auge fassen und den Machthunger von Russland. Aber was bleibt, ist nicht ausgeschöpfte Diplomatie, fehlgeleitete Machtinteressen und nicht zuletzt der Kampf um Rohstoffe. Ich persönlich denke es sind Fehler auf allen Seiten gemacht worden und wenn ein Krieg entbrennt, ist das schrecklich. Menschen sterben, Mütter weinen und Kinder werden zu Waisen. 8 Jahre Bürgerkrieg in der Ukraine und was passiert jetzt? Waffen haben noch nie einen Frieden geschaffen sondern nur viel Leid. Aber wer verdient an einem Krieg? Ja die Waffenproduzenten, die Waffenfabriken müssten sofort geschlossen werden. Einer schiebt die Schuld auf den Anderen und wo führt das hin?
Mir stehen die Tränen in den Augen, wenn ich solche Bilder im Fernsehen sehe. Wie wird es weitergehen? Persönlich denke ich das wir ohnehin schon seit langem in einem Wirtschaftskrieg leben. Kommt jetzt die nächste Eskalation? Kann dieser Krieg einen Flächenbrand auslösen? In meinen Augen haben alle Schuld: Russland, Ukraine, Europa und Amerika. Wer könnte profitieren? China denn die brauchen Öl und Gas und das könnte Russland statt nach Europa dann nach China liefern.
Also welchen Sinn haben die Drohgebärden: Machst du dies, mache ich das. Und wenn alles ausgeschöpft ist, was kommt dann? Ich habe Angst vor einem Krieg bei dem es keine Gewinner geben kann.

Bei Stargate habe ich mal eine Folge über die Nox gesehen. Die Nox sind eine friedliche, pazifistisch lebende und die Natur liebende Lebensform. Sie leben nach strengen ethischen Grundsätzen und würden nie etwas tuen, was ein anderes Lebewesen verletzen könnte. Ich weiß das dies utopisch ist aber Frau darf ja mal träumen.
https://stargate.fandom.com/de/wiki/Nox

Liebe Grüße Jasmine
Sabrina Verena
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Re: ... und die Welt schaut zu.

Post 5 im Thema

Beitrag von Sabrina Verena »

off topic:
Stargate schaue ich auch immer mal gern (läuft immer mal wieder bei Tele 5).
SG1 und Atlantis.
Nur mit Universe konnte ich mich nicht anfreunden. Wie sich die Leute auf dem Raumschiff gegenseitig fertig machen ist nicht meine Welt.
Dann doch lieber die Enterpise, Voyager, DS9, Babylon 5 oder Galaktica.
LG Verena
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Re: ... und die Welt schaut zu.

Post 6 im Thema

Beitrag von Blossom »

Ist ein Thema, das mich sehr triggert - und das aus gutem Grund, denn ich war als Stabsoffizier in den 1990ern in Ex-Jugoslawien. Dort konnte ich mit eigenen Augen sehen und erleben, was Krieg in all seiner Härte bedeutet, mit Menschen und aber auch mit mir selbst gemacht hat. Es sind Bilder, die ich seitdem nicht mehr aus dem Kopf bekomme - und seit Tagen sind sie wieder präsenter denn zuvor.

Viel zu lange haben wir Europäer uns dem trügerischen Friedensglauben hingegeben ... die Anzeichen für das, was seit gestern in der Ukraine geschieht waren schon lange sichtbar. Bereits vor dem sich Einverleibens der Krim, spätestens aber seit der laufenden Unterstützung der Seperatisten.

Meines Erachtens hätte man die Ukraine direkt mit der Anfrage in die NATO aufnehmen sollen. Ja, es hätte zu Spannungen geführt, aber zu diesem Zeitpunkt waren die militärischen Optionen der Russen zu gering, um zum Mittel der Gewalt zu greifen. Die stete Aufrüstung war kein Geheimnis, ebenso wenig wie der Gedanke, eines wieder erstarkten Russland als Weltmacht in den Grenzen der ehemaligen UDSSR. Aber das ist halt meine persönliche Ansicht.

Völkerrecht gebrochen zu haben und ein "scharfes", aber in Putins Augen "zahnloses", Sanktionspaket, interessiert den russischen "Diktator" nicht im Geringsten. Auch nach der Besetzung der Krim wurde so agiert ... hat es etwas gebracht? Nein! Letztlich suchte man wieder eine Annäherung mit dem Hinweis: "Du du, nicht wieder machen, hörst du?". Letztlich war es dann irgendwann kein Thema mehr.

Interessant wird es noch im Fall der Türkei als NATO-Mitglied, die vom ukrainischen Botschafter in Ankara, Vasyl Bodnar, gebeten wurde, den Zugang zu den Meerengen Bosporus und Dardanellen für russische Schiffe zu blockieren.

Was das Ganze aber mit Männlichkeit zu tun haben soll, entzieht sich mir.
Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind.
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.
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Re: ... und die Welt schaut zu.

Post 7 im Thema

Beitrag von Astrid »

Was ein militärischer Konflikt mit Männlichkeit zu tun hat?
Frag doch am besten die Frauen in den Konfliktgebieten der Welt.

Ich denke, wenn Du solch einen Krieg auch von der menschlichen Seite betrachtest und nicht ausschließlich von der politischen, bekommt das Thema Männlichkeit sehr wohl an Bedeutung.
Auch ohne das jetzt haarklein belegen zu können, sind doch die größten Verlierer in militärischen Konflikten immer die Frauen.
Genauso fehlt mir die Vorstellungskraft, daß derlei Konflikte die gleichen wären, bestünden die Hauptakteure in Wirtschaft und Politik hauptsächlich aus Frauen.

Ich finde, der Text der Autorin regt zum Nachdenken an und deshalb finde ich es angebracht, ihn gerade auch in dieser Situation zu posten.

Grüße - Astrid
Sabrina Verena
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Re: ... und die Welt schaut zu.

Post 8 im Thema

Beitrag von Sabrina Verena »

Mag ja sein, dass Frauen in den Konfliktgebieten benachteiligt sind.
Warum unternehmen sie nichts dagegen?
An den Konflikten in den Gebieten sind aber auch Staaten beteiligt, in denen Frauen mit in Regierungsämtern sitzen, oder sogar die Regierung führten/ führen.
Auch können Frauen unter einander auch die letzten Zicken sein, so dass ich nicht zwingend von einer humaneren Umgangsweise und Konfliktlösungsorientierung ausgehe.
Ich bleibe dabei Männerbashing ist in diesem Fall unangebracht.
LG Verena
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Re: ... und die Welt schaut zu.

Post 9 im Thema

Beitrag von Blossom »

Astrid hat geschrieben: Do 24. Feb 2022, 15:31 Ich denke, wenn Du solch einen Krieg auch von der menschlichen Seite betrachtest und nicht ausschließlich von der politischen, bekommt das Thema Männlichkeit sehr wohl an Bedeutung.
Auch ohne das jetzt haarklein belegen zu können, sind doch die größten Verlierer in militärischen Konflikten immer die Frauen.
Das ist ausgemachter Quatsch! Auch betrachte ich Krieg durchaus nicht nur von einer politischen Seite. Ich habe das Leid der Menschen in Kriegsgebieten live gesehen, war mitten unter ihnen! Auch war ich dort aus Gründen der Menschlichkeit, um dem Treiben dort ein Ende zu setzen.
Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind.
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Re: ... und die Welt schaut zu.

Post 10 im Thema

Beitrag von Astrid »

@Sabrina-Verena
Ich finde Deinen Text verharmlosend gegenüber dem Leid, welches in besonders brutaler Weise gerade Frauen in Kriegen erfahren.
Aber ok, da habe ich diesbezüglich wohl wieder eine Einzelmeinung.

Den Text der Autorin empfinde ich im Gegensatz zu Dir nicht als Männer-Bashing.
Er ist allerdings durchaus provokant, weil er möglicherweise von einigen Menschen gehörig Selbstreflexion abverlangt.
Ich verstehe ihn als Gesellschaftskritik am Beispiel des aktuellen Konflikts. Warum sollte das voneinander getrennt werden, wenn es - wie gesagt den politischen Blickwinkel ausgeklammert - durchaus Zusammenhänge gibt?
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Re: ... und die Welt schaut zu.

Post 11 im Thema

Beitrag von Annette »

Moin,

der Text an sich hat ein gewisses Flair von Satire, aber nur teilweise. Doch angesichts der aktuellen Lage finde ich solch ein Schreiben völlig geschmacklos, zum Teil sogar beleidigend. Es geht hier um alles, nur nicht um eine Beweisführung der Manneskraft!

Würde dieser Text eine längst vergangene Auseinandersetzung beschreiben, einen beiseite gelegten Konflikt wo keine Nachwehen mehr zu spüren wären, dann ok. Immerhin gefällt der Schreibstil, und wie gesagt, die Kiste gehört auf die Kabarettbühne. Nur nicht jetzt! Auf keinen Fall!

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Re: ... und die Welt schaut zu.

Post 12 im Thema

Beitrag von conny »

Jasmine hat geschrieben: Do 24. Feb 2022, 13:24 Aber was bleibt, ist nicht ausgeschöpfte Diplomatie, fehlgeleitete Machtinteressen und nicht zuletzt der Kampf um Rohstoffe.
Nicht ausgeschöpte Diplomatie? Westeuropäischer Poltiker waren doch sehr oft in Moskau und sind auch zu weiteren Verhandlungen bereit. Ergebnis?
Aber nun wissen wir doch, was Putin von Anfang an wollte.
Einen Kampf um Rohstoffe kann ich im Ukraine-Konflikt nicht erkennen.
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Re: ... und die Welt schaut zu.

Post 13 im Thema

Beitrag von Tina-K. »

.
@ Astrid

Ich gebe Dir insofern recht, als dass das meiste Böse auf dieser Welt von Männern ausgeht.
Kriege, Kriminalität...
Das meiste, aber nicht alles.
Der Artikel greift meiner Meinung nach zu kurz.
Es ist eine Metapher.... mehr nicht.

Das Russland ( die Führung, wie auch ein Großzeil der Bevölkerung ) sich bedroht sieht, ist verständlich.
Man braucht sich nur einmal die Landkarte ( resp Globus ) ansehen...
fast vollständig umzingelt von NATO-Staaten und Raketen-Stützpunkten.
Und dass die USA den Drang haben, die ganze Welt zu beherrschen... Stichwort american exceptionalism... ist auch bekannt.
Es geht auf beiden Seiten um geopolitische Interessen, um Macht und Besitz.

Und die Frage, wer angefangen hat, ist müßig.
Es schaukelt sich gegenseitig hoch.

Interessante Meldung von gestern: Donald Trump findet Putins Vorgehen in der Ukraine als genial. (sad)

tegetina
.
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Re: ... und die Welt schaut zu.

Post 14 im Thema

Beitrag von conny »

Astrid hat geschrieben: Do 24. Feb 2022, 15:31 Auch ohne das jetzt haarklein belegen zu können, sind doch die größten Verlierer in militärischen Konflikten immer die Frauen.
Kommen die noch vor den gefallenen, verwundeten, gefangenen Soldaten?
Astrid hat geschrieben: Do 24. Feb 2022, 15:31 Genauso fehlt mir die Vorstellungskraft, daß derlei Konflikte die gleichen wären, bestünden die Hauptakteure in Wirtschaft und Politik hauptsächlich aus Frauen.
Da bin ich mir nicht so sicher. Aus bekannten Gründen gibt es ja kaum Beispiele, aber wie war das mit Margret Thatcher und dem Falkland-Krieg?
Blossom
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Re: ... und die Welt schaut zu.

Post 15 im Thema

Beitrag von Blossom »

Tina-K. hat geschrieben: Do 24. Feb 2022, 18:48 Das Russland ( die Führung, wie auch ein Großzeil der Bevölkerung ) sich bedroht sieht, ist verständlich.
Man braucht sich nur einmal die Landkarte ( resp Globus ) ansehen...
Bedroht? Das ist ja wohl nur das Szenario, das Putin von langer Hand aufgebaut hat - einen Genozid an Russen, den er in jedes russische Wohnzimmer propagiert hat (unter Ausschluss sämtlicher nicht-staatlicher Medien), den er nun zum Vorwand nimmt. Bedroht wird er doch wohl eher von demokratischen Strömungen im eigenen Land.

Wir sollten auch nicht vergessen, dass am 20.12.1991 Boris Jelzin bereits hohe Erwartungen weckte, als er einen russischen NATO-Beitritt zum "langfristigen politischen Ziel" erhob.

Abgesehen davon galt bis gestern noch die "Chara von Paris" ... Daraus lässt sich ebenfalls keine "Bedrohung" ableiten.
https://de.wikipedia.org/wiki/Charta_von_Paris
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