Urteil: Unerlaubte Diskriminierung durch Auswahlmöglichkeit von nur zwei Geschlechtern beim Online-Shopping
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Anne-Mette
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Urteil: Unerlaubte Diskriminierung durch Auswahlmöglichkeit von nur zwei Geschlechtern beim Online„Shopping
Hier ein aktuelles Urteil zu der diskriminierenden Auswahl von nur 2 Geschlechtern:
https://oberlandesgericht-karlsruhe.jus ... GE=1149727
https://www.antidiskriminierungsstelle. ... ption.html
https://oberlandesgericht-karlsruhe.jus ... GE=1149727
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Geli
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Re: Urteil: Unerlaubte Diskriminierung durch Auswahlmöglichkeit von nur zwei Geschlechtern beim Online„Shopping
Ja das kenne ich auch. Manche Shops und Web-Bestellseiten sind noch nicht ganz auf der Höhe der Zeit.
Liebe Grüße
Geli
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Lucky70
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Re: Urteil: Unerlaubte Diskriminierung durch Auswahlmöglichkeit von nur zwei Geschlechtern beim Online„Shopping
Gerade bei Onlineshops halte ich die Angabe eines Geschlechtes für komplett überflüssig. Ist aber immer noch die wichtigste Angabe und eigentlich immer notwenig. Warum? Damit die Anrede im Anschreiben stimmt "Lieber Herr/Frau ..." . Wie spricht man dann eigentlich Diverse an?
Nun ja.
Lucy.
Nun ja.
Lucy.
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NikolaAusR
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Re: Urteil: Unerlaubte Diskriminierung durch Auswahlmöglichkeit von nur zwei Geschlechtern beim Online„Shopping
Bezugnehmend hierauf
viewtopic.php?p=297870#p297870
hab ich mittlerweile 8 Kerben in meine Tastatur geschnitzt
Anschreiben, Urteil anhängen, fertig.
Wenn sie bockig sind -> Meldung an die Antidiskriminierungsstelle
viewtopic.php?p=297870#p297870
hab ich mittlerweile 8 Kerben in meine Tastatur geschnitzt
Anschreiben, Urteil anhängen, fertig.
Wenn sie bockig sind -> Meldung an die Antidiskriminierungsstelle
Wer trans* sagt muss auch cis sagen
Klar definier ich mich binär :-)
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Shoshana
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Re: Urteil: Unerlaubte Diskriminierung durch Auswahlmöglichkeit von nur zwei Geschlechtern beim Online„Shopping
Für was benötigt ein online Shop überhaupt eine Geschlechtsangabe? Dem Shopbetreiber kann es doch herzlich egal sein ob die Kleidung, Schuhe, Elektronik, Kosmetik, "¦ von einem Mann, Frau oder Marsianer bestellt wird. Oder hat da einer ein Gegenbeispiel?
Die Anrede sehe ich ja noch ein, ist aber auch nicht zwingend erforderlich.
Solange eine Information nicht wirklich benötigt wird, darf diese nach DSGVO eh nicht erhoben und schon gleich garnicht gespeichert werden.
LG, Shoshana
Die Anrede sehe ich ja noch ein, ist aber auch nicht zwingend erforderlich.
Solange eine Information nicht wirklich benötigt wird, darf diese nach DSGVO eh nicht erhoben und schon gleich garnicht gespeichert werden.
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Michaela Smile
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Re: Urteil: Unerlaubte Diskriminierung durch Auswahlmöglichkeit von nur zwei Geschlechtern beim Online„Shopping
diese Frage stelle ich mir auch öfters...
gerade im Umgang mit Kunden etc, also auch in der Unterhaltung gebietet die Höflichkeit schon eine Anrede. Bei eindeutig Männlicher optik, Klar = Herr. bei eindeutig weiblicher Optik = Frau. am Telefon versucht man anhand der Stimme zu verifizieren. was manchmal schief geht. Ab und zu werde ich da schon mal korrigiert, oder ich merke meinen Fehler dann, wenn ich der Person gegebüberstehe....
wenn ich mir nicht sicher bin, versuche ich irgendwie eine Anrede zu umgehen. das ist aber echt schwer und ggf. eben auch unhöflich.
was wäre also die korrekte unisex Anrede?
Gibts da überhaupt was ?
einfach weglassen geht oft, aber was verwende ich, wenn ich gezielt eine Person in einer Gruppe ansprechen möchte, die eben nicht eindeutig zu den zwei bisher üblichen Anreden zu zu ordnen ist? Beispiel:" Herr / Frau / ? könnten sie mir mal eben das erklären?"
Grüßle von
der nachgrübelnden Micha
Michaela
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Jaddy
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Re: Urteil: Unerlaubte Diskriminierung durch Auswahlmöglichkeit von nur zwei Geschlechtern beim Online„Shopping
"Guten Tag Michaela Smile"Michaela Smile hat geschrieben: Di 1. Feb 2022, 08:16diese Frage stelle ich mir auch öfters...
gerade im Umgang mit Kunden etc, also auch in der Unterhaltung gebietet die Höflichkeit schon eine Anrede. Bei eindeutig Männlicher optik, Klar = Herr. bei eindeutig weiblicher Optik = Frau. am Telefon versucht man anhand der Stimme zu verifizieren. was manchmal schief geht. Ab und zu werde ich da schon mal korrigiert, oder ich merke meinen Fehler dann, wenn ich der Person gegebüberstehe....![]()
wenn ich mir nicht sicher bin, versuche ich irgendwie eine Anrede zu umgehen. das ist aber echt schwer und ggf. eben auch unhöflich.
was wäre also die korrekte unisex Anrede?
Gibts da überhaupt was ?
einfach weglassen geht oft, aber was verwende ich, wenn ich gezielt eine Person in einer Gruppe ansprechen möchte, die eben nicht eindeutig zu den zwei bisher üblichen Anreden zu zu ordnen ist? Beispiel:" Herr / Frau / ? könnten sie mir mal eben das erklären?"
Es ist tatsächlich so einfach. Und viele machen es auch schon so. Funktioniert schriftlich und mündlich. Auch wenn Pronomen unbekannt sind - und der Höflichkeit halber sollten wir eigentlich nie davon ausgehen, die Pronomen einer Person "raten" zu können
Pro-Nomen = "statt des Namens". Und deshalb funktioniert "Name statt Pronomen" auch.
Und eine kleine, nittelige Korrektur: Es ist keine Uni-Sex-Anrede, sondern All-Gender. Denn welche Genitalien oder Chromosomen wir haben interessiert eigentlich im Alltag nicht und wenn es soweit ist, kennen wir unsere Pronomen vermutlich schon.
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Karla
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Re: Urteil: Unerlaubte Diskriminierung durch Auswahlmöglichkeit von nur zwei Geschlechtern beim Online„Shopping
Ich unterscheide zwischen versehentlichem und bewußt verletzendem Misgendern (...der BILD-Artikel betr. "Rüdiger" - der Provokateur hat zu Recht auf den Deckel gekriegt!)
@Jaddy: wenn Dich jemand höflich fragt:
Wie soll ich Sie ansprechen - Herr oder Frau?
...sagst Du natürlich: weder noch!
...aber ich hoffe, Daß Du verzeihen kannst und ebenso höflich auf die für Dich korrekte Anrede hinweisen wirst.
...und Dein Gegenüber die ab Kenntnis dann auch gebraucht!
LG Elly
@Jaddy: wenn Dich jemand höflich fragt:
Wie soll ich Sie ansprechen - Herr oder Frau?
...sagst Du natürlich: weder noch!
...aber ich hoffe, Daß Du verzeihen kannst und ebenso höflich auf die für Dich korrekte Anrede hinweisen wirst.
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Laila-Sarah
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Re: Urteil: Unerlaubte Diskriminierung durch Auswahlmöglichkeit von nur zwei Geschlechtern beim Online„Shopping
Ich denke die brauchen die Geschlechterangabe um ihr Angebot zu personalisieren. Die meiste E-Commerce Software scheint ja im internationalen Markt zu entstehen und nicht alle Länder sind da so firtschrittlich wie Nordeuropa. Und die meisten machine learning Modelle bei E-Commerce scheinen auch noch mit rosa oder blau modelliert zu sein. Das umschreiben der Modelle und das Migrieren vom Bestand an vorhandenem Training ist ja bekanntlich beim Maschine learning ein sehr zeitaufwendiges verfahren.
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Jaddy
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Re: Urteil: Unerlaubte Diskriminierung durch Auswahlmöglichkeit von nur zwei Geschlechtern beim Online„Shopping
Ja klar! Ich unterscheide da auch. Ich kann auch stufenlos eskalieren und deeskalierenElizabeth hat geschrieben: Di 1. Feb 2022, 13:49 Ich unterscheide zwischen versehentlichem und bewußt verletzendem Misgendern (...der BILD-Artikel betr. "Rüdiger" - der Provokateur hat zu Recht auf den Deckel gekriegt!)
@Jaddy: wenn Dich jemand höflich fragt:
Wie soll ich Sie ansprechen - Herr oder Frau?
...sagst Du natürlich: weder noch!
...aber ich hoffe, Daß Du verzeihen kannst und ebenso höflich auf die für Dich korrekte Anrede hinweisen wirst.
...und Dein Gegenüber die ab Kenntnis dann auch gebraucht!
Mir ist klar, dass 95% der Leute nicht auf dem schirm haben, dass ihre optische Einschätzung nicht passen könnte, geschweige denn, dass ich nicht-binär bin.
Und bzgl der Nachfrage: Super! Genau so!
Zweitbeste Form: "wie möchten Sie angesprochen werden?" (Ohne das Herr/Frau)
Beste Form: "Meine Pronomen sind ...., wie möchten Sie angesprochen werden?"
Eigentlich ... brauchen sie die gar nicht. Deshalb haben Amazon und ikea zB gar kein Gender mehr in den Profilen. Es ist nämlich viel aussagekräftiger, was du anguckst und was du bestellst. So werden nämlich auch diejenigen erfasst, die für andere bestellen oder "sowohl als auch".Laila-Sarah hat geschrieben: Di 1. Feb 2022, 13:58 Ich denke die brauchen die Geschlechterangabe um ihr Angebot zu personalisieren. Die meiste E-Commerce Software scheint ja im internationalen Markt zu entstehen und nicht alle Länder sind da so firtschrittlich wie Nordeuropa.
Das müssen nicht nur crossdressende sein, sondern können auch strickende Männer und motoradschraubende Frauen sein, die neben ihrem Hobby einfach ihre AGAB-zugeordnete Kleidung kaufen.
Es sind übrigens US-Firmen in der Richtung häufig viel fortschrittlicher und haben keine (Zwangs)abfragen, sondern nur Name und Adresse.
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Laila-Sarah
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Re: Urteil: Unerlaubte Diskriminierung durch Auswahlmöglichkeit von nur zwei Geschlechtern beim Online„Shopping
Eigentlich brauchen wir 99% der Probleme auf der Welt nicht. Aber sie sind nun Mal da.
Soll heißen:
Nicht jeder schreibt seine E-Commerce Software selber wie Amazon oder EBay. Manche Lösungen sind entweder hinterher oder die Shopbetreiber scheuen sich mit der Migration und dem neu Training der machine learning Modelle herumzuschlagen. Oder sie sind faul oder ignorant. Wie manche von uns auch. Braucht noch ein wenig um sich einzuschwingen.
LG
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Shoshana
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Re: Urteil: Unerlaubte Diskriminierung durch Auswahlmöglichkeit von nur zwei Geschlechtern beim Online„Shopping
Habe gerade mal in meinem, auch schon etliche Jahre auf dem Markt befindlichen, Shopsystem nachgeschaut. Da kann man einfach festlegen ob Geschlecht, Anrede, "¦ abgefragt wird oder nicht. Falls ja kann man wieder entscheiden ob diese Angabe notwendig ist oder nicht.
Es hindert einem also nichts daran kein Geschlecht abzufragen und die Anrede als freiwillige Angabe vorzusehen. So ist das bei mir übrigens schon seit 2013 eingestellt, denn wieso sollte ich Daten erheben die für die Erfüllung des Vertrages nicht notwendig sind?
Auch die DB muß nicht wissen welches Geschlecht der Ticketkäufer hat, spielt ja für den Transportvorgang keine Rolle. Dass die Marketingleute gerne alle möglichen Daten sammeln und auswerten steht auf einem anderen Blatt.
LG, Shoshana
Es hindert einem also nichts daran kein Geschlecht abzufragen und die Anrede als freiwillige Angabe vorzusehen. So ist das bei mir übrigens schon seit 2013 eingestellt, denn wieso sollte ich Daten erheben die für die Erfüllung des Vertrages nicht notwendig sind?
Auch die DB muß nicht wissen welches Geschlecht der Ticketkäufer hat, spielt ja für den Transportvorgang keine Rolle. Dass die Marketingleute gerne alle möglichen Daten sammeln und auswerten steht auf einem anderen Blatt.
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Vivian Cologne
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Re: Urteil: Unerlaubte Diskriminierung durch Auswahlmöglichkeit von nur zwei Geschlechtern beim Online„Shopping
Hallo zusammen,
alles ist richtig, was ihr bisher dazu geschrieben habt. Natürlich möchten Unternehmen möglichst viel über ihre Kunden wissen, das ist das Salz in der Suppe für segmentiertes Kampagnen-Marketing.
Durch die Einschränkungen hinsichtlich Cookies und die seit 2018 flächendeckend angewandte DSGVO ist es schon schwierig genug, dem eigenen Anspruch an passgenaue Newsletter und Produktempfehlungen gerecht zu werden.
Wir haben ein Projekt gestartet, das Geschlecht auf keinen Fall mehr als Pflichtangabe bei Registrierung und Bestellung zu verwenden. Gleichzeitig wollen wir Kund:innen gerecht werden, denen die Anrede als Frau oder Mann wichtig ist. Auch das bekommen wir im Kundenservice als Feedback.
Ich kann mich an eine Reihe von Kundenanfragen erinnern, denen eine dritte Option am Herzen liegt, also divers oder X oder "¦ Ich selbst ordne mich so was von binär ein, dass mich das Geschlecht weiblich oder die Anrede Frau als Pflichtangabe überhaupt nicht stört - aber das sollte nicht der Maßstab für allgemeine Lösungen sein.
Für weitere Erfahrungsberichte von euch bin ich dankbar, um es auch in den Arbeitsalltag mitnehmen zu können.
Vivian
Edit: Und vielen Dank für die beiden Links, Anne-Mette! Nehme ich morgen direkt mit zum Prüfen und Diskutieren.
alles ist richtig, was ihr bisher dazu geschrieben habt. Natürlich möchten Unternehmen möglichst viel über ihre Kunden wissen, das ist das Salz in der Suppe für segmentiertes Kampagnen-Marketing.
Durch die Einschränkungen hinsichtlich Cookies und die seit 2018 flächendeckend angewandte DSGVO ist es schon schwierig genug, dem eigenen Anspruch an passgenaue Newsletter und Produktempfehlungen gerecht zu werden.
Wir haben ein Projekt gestartet, das Geschlecht auf keinen Fall mehr als Pflichtangabe bei Registrierung und Bestellung zu verwenden. Gleichzeitig wollen wir Kund:innen gerecht werden, denen die Anrede als Frau oder Mann wichtig ist. Auch das bekommen wir im Kundenservice als Feedback.
Ich kann mich an eine Reihe von Kundenanfragen erinnern, denen eine dritte Option am Herzen liegt, also divers oder X oder "¦ Ich selbst ordne mich so was von binär ein, dass mich das Geschlecht weiblich oder die Anrede Frau als Pflichtangabe überhaupt nicht stört - aber das sollte nicht der Maßstab für allgemeine Lösungen sein.
Für weitere Erfahrungsberichte von euch bin ich dankbar, um es auch in den Arbeitsalltag mitnehmen zu können.
Vivian
Edit: Und vielen Dank für die beiden Links, Anne-Mette! Nehme ich morgen direkt mit zum Prüfen und Diskutieren.