Sarah_78 hat geschrieben: Fr 24. Dez 2021, 22:25
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Hallo liebe Sarah
Seit Tagen arbeitet dein Thread in mir. Ich weiß auch nicht Recht ob ich diesen massiven Gedankenstrudel in mir, dir/euch wahrhaftig näher bringen kann?!
Ich möchte ausdrücklich daraufhin weisen, dass das Folgende meine ganz persönliche (und auch emotional behaftete) Sichtweise und Meinung ist.
Ich persönlich finde es schlichtweg egoistisch, wenn in einer Beziehung ein Partner leidet (und es ist mir vollkommen egal wer) bzw nicht wahrhaftig entspannt in seinem Sein leben kann. Unser Alltag besteht daraus, dass wir tagtäglich vielen Individuen begegnen sobald wir unser Heim verlassen. Jeder passt sich da mal mehr oder weniger gewissen Regeln an, was vollkommen normal, richtig und wichtig ist, sonst gäbe es ein riesiges durcheinander. Wir brauchen alle unseren Rückzugsort, wo wir ohne Scheu sein können was/wer/wie wir sind

Ich finde es furchtbar, wenn wir an diesem Ort (unser Heim) auch noch uns anpassen müssen. Ich frage mich, sind wir dann Gast in unserem Heim?
Diese Gedanken von mir bezogen auf das Thema Trans kann ich grob auf einen Gedanken/Punkt herunterbrechen....
Eigentlich dreht es sich bei beiden Partnern am Ende immer nur um eine Frage: "Trennung Ja/Nein? ".
1. Wenn ein Partner freiwillig seine persönliche Entwicklung, der Paarbeziehung und der Elternkindbeziehung hinten an stellt, dann ist es seine eigene Entscheidung, die er aber später niemandem zum Vorwurf machen kann (nicht dem Partner, nicht dem Kind).
2.Wenn ein Partner sich öffnet und den Familienmitgliedern mitteilt, dass seine persönliche Entwicklung sich an einem Scheitelpunkt befindet, dann haben alle Beteiligten vollkommen gerecht und fair die Chance sich mit dem Thema selbstständig und/oder auch gemeinsam damit auseinander zu setzen. Und jedem Beteiligten steht fair und gerecht die Entscheidung zu, wie es für ihn selbst mit dieser Veränderung weitergehen soll. Es braucht keine Vorhaltungen, Schuldzuweisungen oder oder zu geben. Das Leben ist Veränderung und Punkt. Das Leben auf diesem Planeten hat sich über Millionen von Jahren weiterentwickelt, sonst gäbe es immer nur noch die Einzeller hier. Da kann egal wer auch immer, wie Rumpelstilzchen auf und nieder hüpfen das Leben verändert sich ständig jeden Tag aufs Neue. Ja man ist eine Verbindung mit einem Menschen vor X Jahren bewusst eingegangen. Und manch einer hat sich auch einen Ring an den Ringfinger stecken lassen, aber der Ring ist keine Fessel

Es läuft am Ende immer nur auf eine Frage hin: "Hier stehend an diesem Scheitelpunkt, welchen Weg wählst du jetzt?". Und wer sich dazu entschließt materielle Dinge in diese Entscheidung mit einfließen zu lassen, darf sich am Ende nicht beklagen, wenn dann manchmal die Humanität zu kurz kommt.
Wie diese anstehenden Veränderungen sich dann im Leben außerhalb unseres Heimes auswirken, steht klar dann nochmal auf einen anderen Zettel und ist ein Thema für sich. Aber bei diesem Thema bleibe ich persönlich weiterhin optimistisch, weil in meiner Wahrnehmung befindet sich unsere Gesellschaft ebenso in einer Veränderung bzw Transformation.
Namaste

•Liebe & Mitgefühl sind die höchsten Formen von Intelligenz.
•Du musst selbst zu der Veränderung werden, die du in der Welt sehen willst. Mahatma Gandhi
•Irgendwo ist Jemand glücklich mit weniger als du hast!
*Wer mag, ich bin gerne da mit 💖,👂und📝*