ich hätte gestern Abend gerne noch mit euch diskutiert aber mein Handy (oder ich) kamen mit den Zugangsdaten nicht klar. Ein Login war, trotz intensiver Versuche, unmöglich.
Nicole, du hast mir den Input gegeben, über diese Fragen nachzudenken. Ich arbeite in der Wissenschaft, deshalb folge ich gerne Parallelen, stecke Rahmen und Parameter ab, bemühe die Statistik und berechne die Wahrscheinlichkeit. Und diese Signale, die von dir unbewusst ausgesendet werden, eben weil du auf der (verzweifelten) Suche bist, werden einer Kontaktaufnahme den Garaus machen, wenn sie nicht durchbrochen werden. Lass uns doch mal bei der potentiellen Partnerin aus dem Bus anfangen! Bist du ihr männlich, weiblich oder androgyn begegnet? Was fasziniert dich an ihr, außer dass sie deinen Gruß freundlich erwidert. Kannst du sie einordnen, z.B. nach dem von mir theoretisch entworfenen Raster?Nicole Doll hat geschrieben: Do 21. Mär 2019, 14:24 Das größte Problem ist bei mir wahrscheinlich, dass ich bedingt durch meine in der Rolle als Mann erlangte Sozialphobie kaum noch Kontakte in Beruf oder Freizeit habe. Und dann gibt es ganz sicher Muster in meiner Körpersprache, die sich tief eingegraben haben und unbewusst signalisieren, dass ich nur meine Ruhe haben will. Und wenn ich mich irgendwie krampfhaft um ein Kennenlernen bemühe, dürfte das eher abschrecken.
Da gibt es jetzt eine potentielle Partnerin, die ich regelmäßig im Bus treffe. Aber mehr als eine freundliche Begrüßung und ein paar Worte über allgemeine Dinge bringen beide Seiten nicht zustande.
Gaby, du scheinst eine in sich ruhende Person zu sein, die durch ihre positiven Erfahrungen mit der Partnerschaft wahrscheinlich auch nie ein Problem hätte, weitere Partnerinnen zu finden. Ich bewundere Euch um dieses Selbstverständnis.Gaby Bergmann hat geschrieben: Do 21. Mär 2019, 14:30 Hallo Nubi,
ja, das ist sie in der Tat, und damit passt sie schon in das Raster, da hast Du Recht.Nubikalé hat geschrieben: Do 21. Mär 2019, 14:04 ... lese ich von einer neugierigen den Menschen zugewandten und sehr geerdeten Persönlichkeit. Das passt durchaus in mein Raster.
Wie es gelaufen wäre, wenn ich ihr "das" gleich am Anfang gesagt hätte? Schwer zu sagen... Das ist 19 Jahre her.
Besser hätt ichs nicht in Worte fassen können Anja, deshalb hab ich deinen Post komplett zitiert. Also müssen wir uns die Zeit nehmen dem anderen zuzuhören um zu erfahren ob es passt. Dann steigt auch die Chance zu einem frühen Outing und zu einer Beziehung ohne Versteckspiele zu kommen. Danke dirAnja1177 hat geschrieben: Do 21. Mär 2019, 14:37 ich versuche mal meine obskuren Gedanken zu deiner These in Worte zu fassen.
Wenn ich auf Partnersuche bin, geh ich ja mit dem Gedanken los (oder ins Netz) jemanden kennen zu lernen. Dabei spielen für die meisten Menschen doch optische Attribute eine vorrangige Rolle und natürlich haben wir, je älter wir werden, gewisse Vorstellungen was wir von einem potentiellen Partner erwarten und wo wir keine Kompromisse mehr eingehen wollen. Das macht es schwierig den einen unter so vielen zu finden.
Also, wenn ich nun jemanden aktiv suche, entscheide ich mich natürlich in erster Linie für den Jenigen der mir optisch gefällt und ob diese Person nun geerdet ist, praktisch veranlagt und offen gegenüber neuen, kann ich ja erst herausfinden, wenn ich sie näher kennenlerne.
Ich denke wirklich diese Zeit geben sich Menschen aus unterschiedlichen Gründen oft nicht mehr und verpassen dadurch Chancen auf tolle Kontakte.
Ein Mädchen, welches cool ist, Hosen trägt und handwerklich begabt ist, ist genauso wenig ein Garant für eine mögliche genderbeziehung wie der Mann der offensichtlich gerne feminin in Erscheinung tritt. Die Chemie muss stimmen und dann passt es schon.
Hoffe ich konnte dir irgendwie rüber bringen was ich meine.
Genau deshalb meine Frage an Nicole. Es muss doch mit dem Teufel zugehen, wenn man die Erwartungshaltung, die auf den potentiellen Partner projiziert, nicht auch selbst steuern kann.Laila-Sarah hat geschrieben: Do 21. Mär 2019, 18:01 ich gebe Nubi da nicht unrecht: Viele hier fühlen sich zu gewissen Teilen weiblich und strahlen das auch bewusst oder unterbewusst aus. Sie gehen aber bei der Partnersuche aber relativ typisch männlich vor mit verhalten und wünschen gegenüber der Partnerin. Partnerinnen, die darauf ansprechen würden, haben dann aber auch Erwartungen. Und zwar meist solche, die keine weibliche Seite erwarten. Es ist natürlich keine belegbare Wissenschaft aber ich hatte auch dieses Gefühl wie Nubi auch. Und Ausnahmen bestätigen die Regel. Und Partner, die sich vor dem Outing kennengelernt und lange Jahre zusammengelebt haben sind natürlich eine völlig andere Kiste.
Vanessa, auch wenn du nicht meiner Meinung bist, wie vielleicht auch andere hier, sind deine Perspektiven und andere Sichtweisen wichtig.
Wie wichtig dieser Thread ist, bleibt natürlich dahingestellt