Du schadest deinen Kindern
Du schadest deinen Kindern - # 2

Crossdressing und selbst Erlebtes... Erdachtes
Lorelai74
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Re: Du schadest deinen Kindern

Post 16 im Thema

Beitrag von Lorelai74 »

Hallo Vincent,
Lass ich und deinen Sohn nicht beirren.
Die "Argumente" die da gezogen werden sind ziemlich Daneben.
Ich hab diese Woche im Buch von Riccardo Simonetti gelesen- EnBy Mensch, Instgramxier, Model und Schauspieler.

Ein Zitat hat mich berührt:
"Als Junge mit einer ausgeprägten femininen Seite stellt man in der Gesellschaft etwas verpöntes da: Etwa weil Frauen immer noch als schwächere Wesen angesehen werden?"

Ich finde da trifft er etwas wahres.
Crossdressing / Enby /Trans* ist meiner Meinung nach deswegen so ein Tabu weil sich "starke, dominante Männer" selbst zu "schwachen, devoten Frauen degradieren".

(Bitte beachtet die Anführungszeichen- sie beinhalten Zuspitzungen die das Thema verdeutlichen sollen, nicht meine Meinung über Männer oder Frauen oder andere Geschlechter)

Ich glaube du schadest deinen Kindern nicht, sondern du erweiterst ihren Horizont.
Ich denke du hast ihnen bestimmt gesagt dass es da draußen Menschen gibt, die das nicht verstehen oder sie deswegen angreifen werden, aber das es trotzdem ok ist anzuziehen was man will.

Viele liebe Grüße
Lorelai
Männlich / Weiblich: das sind doch bürgerliche Kategorien.
Vincent
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Re: Du schadest deinen Kindern

Post 17 im Thema

Beitrag von Vincent »

Hallo Leute,
danke für die vielen Antworten - ich musste das Gespräch irgendwie los werden und verarbeiten.
Leider ist meine Frau dabei nicht so hilfreich, weil sie zu 100% denkt wie ich und keine neue Sichtweise einbringt . (Ich liebe sie auch dafür (he) ).

Besonders interessant fand ich, wie hart ihr mit meinem Freund ins Gericht gegangen seid. Seine Meinung kam mir persönlich nicht als so unangebracht vor.
Natürlich spiegelt eine niedergeschriebene Essenz aus einem Gespräch nur einen Teil der Situation wieder, vermutlich werden wir nochmal darüber sprechen.

Viele Grüße
Vincent

PS:
Mein Sohn war gesten mit dem Kleid im Kindergarten, und es hat wohl für Aufsehen gesorgt (ist auch wirklich overdressed) und alle fanden es toll.

Im Kindergarten will er es aber nicht mehr tragen...
... weil alle ständig auf den Wendepailletten etwas malen wollten und ihn ständig angegrapscht haben.

Dafür will sein großer Bruder (8Jahre) jetzt auch so eins - soll er haben :roll:
LG

Vincent
sbsr
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Re: Du schadest deinen Kindern

Post 18 im Thema

Beitrag von sbsr »

Im Radio auf Antenne Bayern gab es vorher eine kleine Diskussion. Ich habe es nur teilweise mitbekommen, ging wohl darum, dass ein Junge als Prinzessin zum Fasching gehen wollte.

Unter den Hörerbeiträgen war die Meinung verbreitet, man müsse seine Kinder vor der damit verbundenen Blamage beschützen :roll:

"Bei uns am Land würde er dafür bestimmt ausgelacht, und das lässt mein Mutterherz nicht zu" war einer der Kommentare.

Auf die Idee, dass diese Eltern selbst diejenigen sind, die den Kindern vorleben oder beibringen, dass Jungs das nicht dürfen, kam irgendwie niemand. Ich wollte anrufen, bin aber leider nicht durch gekommen.
LG, Svenja

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Re: Du schadest deinen Kindern

Post 19 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt »

Als Mädel bin ich schon 78 oder 79 zum Karneval gegangen (mit 8 oder 9 Jahren).....allerdings nicht aufm Dorf in Bayern. Ausgelacht wurde ich nicht und blamabel war es auch nicht.

LG
Michelle
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Re: Du schadest deinen Kindern

Post 20 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Michelle_Engelhardt hat geschrieben: Mo 25. Feb 2019, 12:15 Als Mädel bin ich schon 78 oder 79 zum Karneval gegangen (mit 8 oder 9 Jahren).....allerdings nicht aufm Dorf in Bayern. Ausgelacht wurde ich nicht und blamabel war es auch nicht.

LG
Michelle

Hihi,

bei mir wars ein bisschen später..als ich dann mit 16 oder 17 mal ne Latzhose anhatte
wurde ich gefragt..na, hast du dich heute mal verkleidet?

Alles Liebe Marie (flo)
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Re: Du schadest deinen Kindern

Post 21 im Thema

Beitrag von Vincent »

sbsr hat geschrieben: Mo 25. Feb 2019, 12:08 Im Radio auf Antenne Bayern gab es vorher eine kleine Diskussion. Ich habe es nur teilweise mitbekommen, ging wohl darum, dass ein Junge als Prinzessin zum Fasching gehen wollte.

Unter den Hörerbeiträgen war die Meinung verbreitet, man müsse seine Kinder vor der damit verbundenen Blamage beschützen :roll:

"Bei uns am Land würde er dafür bestimmt ausgelacht, und das lässt mein Mutterherz nicht zu" war einer der Kommentare.

Auf die Idee, dass diese Eltern selbst diejenigen sind, die den Kindern vorleben oder beibringen, dass Jungs das nicht dürfen, kam irgendwie niemand. Ich wollte anrufen, bin aber leider nicht durch gekommen.
Ja, selbst haben Eltern und Kinder NIE ein Problem damit, jeder fürchtet nur, dass die anderen komisch reagieren könnten.
Manchmal dränt sich mir der Verdacht auf, anderen Menschen wird die eigene Intoleranz unterstellt.

"Wir erlauben nicht, was wir für richtig halten, weil andere Menschen, die unserer Meinung nach Unrecht haben, anderer Meinung sein könnten und dumme Sprüche machen könten."
Dieser Vorwurf hat meine Schwiegermutter bei ähnlicher Gelegenheit etwas aus der Fassung gebracht, weil sie vermutlich erkannt hat, dass sie "die anderen Menschen darstellt"
LG

Vincent
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Re: Du schadest deinen Kindern

Post 22 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt »

Ist es wirklich immer die Sorge, was andere sagen könnten oder ist es vielleicht oft auch ein Vorwand um die eigene Intoleranz nicht zugeben zu müssen?
Ehrlich gesagt weiß ich es nicht.
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Re: Du schadest deinen Kindern

Post 23 im Thema

Beitrag von sbsr »

Michelle_Engelhardt hat geschrieben: Mi 27. Feb 2019, 05:28 Ist es wirklich immer die Sorge, was andere sagen könnten oder ist es vielleicht oft auch ein Vorwand um die eigene Intoleranz nicht zugeben zu müssen?
Letzteres, bin ich mir ziemlich sicher. Kenne ich zu 100% von meiner Frau.

Vincent ist ja das beste Beispiel. Wenn man selbst den Mumm hat dahinter zu stehen, kann man seine Kinder auch bestärken und unterstützen.

Hingegen wenn es einem selbst nicht passt, ist es doch super praktisch "die Anderen" vorschieben zu können, dann ist man selbst nicht der Böse.

Wie sagt doch das Sprichwort: Wer will, der findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe.
LG, Svenja

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