Die Liebe zum Rock und anderen Dingen
Die Liebe zum Rock und anderen Dingen - # 2

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biene38
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Re: Die Liebe zum Rock und anderen Dingen

Post 16 im Thema

Beitrag von biene38 »

Hallo Martina,
sehr interessantes Thema.
martina hat geschrieben: ich könnte mir vorstellen, dass eine bewegung: männer in röcken erfolgreicher wäre, wenn die männer zu sich selbst stehen würden, wenn sie als mann, und äusserlich erkennbar als mann, einen rock tragen würden.
Dieses Ziel wurde ja schon vor über 10 Jahren von einigen im Männerrockforum verfolgt, ohne Ergebnis. Grund dafür ist, dass die Leute einfach alle zu verschieden sind, unterschiedliche Wege beschreiten um dann letztendlich vielleicht doch zu dem gleichen Ziel zu gelangen, nämlich Erweiterung und größere Vielfalt ihrer Mode und ihres Aussehens.

Des weiteren stellt sich die Frage was bedeutet eigentlich "als Mann erkennbar" zu sein. Das ist schließlich Ansichtssache und über die Zeit und auch hinsichtlich Kultur nicht konstant. Was bedeutet dies nun? Mit Bart oder ohne Bart? lange Haare, kurze Haare oder Glatze oder sogar falsche Haare? Behaarter oder unbehaarter Körper? Geschminkt oder ungeschminkt? Gerader Körper oder taillierter Körper? Hose oder Rock? Betonte oder unbetonte Brust? usw. usw.

Es gibt schließlich auch genügend Frauen, die kurze Haare oder sogar Glatze tragen, und ihre weiblichen Rundungen vertuschen durch weite Hosen, Schulterpolster, vielleicht auch nur eine kleine unauffällige Brust haben. Diese Frauen wirken auf den ersten Blick sehr maskulin. Ich ließ mich durch deren Anblick auch leicht täuschen. Erst gestern sah ich eine beim Einkaufen, auf den ersten Blick wie ein Mann. Ist aber völlig akzeptiert. Keine Blicke, nichts.
Andere Frauen täuschen, indem sie sich schminken, Brüste durch Polster/Pushups vergrößern, Lippen größer schminken, Beine länger wirken lassen, falsche Haare (-teile) tragen.

Warum sollten dies Männer nicht auch dürfen, und zwar in jede Richtung, eben auch in die feminine? Muss ich mich als Mann immer maskuliner machen?

Vielleicht wird es irgendwann mal gesellschaftlich anerkannt sein, dass ich mich als Mann auch schminken darf, meine Brust betonen darf, Taille zeigen darf, meine Lippen betonen darf, mich ganz feminin zeigen darf.

Warum sollte die Grenze nur beim Rock/Kleid/Strumpfhose liegen?

Wie Du siehst hat jeder andere Ziele. Dennoch bleibe ich Mann, auch wenn nicht für jeden sofort sichtbar. Das muss auch nicht sein.
Frauen machen dies umgekehrt teilweise genau so.

Wenn Du Dir mein Bild ansiehst, das bin ich auch. Meine echten Haare, nur ein kleines Haarteil für den Pony. Die Augen geschminkt, die Lippen geschminkt, die Brust leicht betont. Ansonsten ganz Mann. Ich liebe eben den Androgyn-Style.

Grüße von der Biene
Andrea aus Sachsen
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Re: Die Liebe zum Rock und anderen Dingen

Post 17 im Thema

Beitrag von Andrea aus Sachsen »

.
Die Motivationen, Kleidung zu tragen, die normalerweise für das andere Geschlecht vorgesehen ist, sind vielfältig. Die wichtigsten dazu habe ich in seinerzeit in einer Übersicht zusammengestellt: http://www.crossdresser-forum.de/uebers ... n_2013.pdf
Es gibt danach einerseits die Rockträger bzw. Moderebellen, deren Ziel es ist, die Männermode zu bereichern und andererseits Teilzeitfrauen, die gern mal in die weibliche Rolle schlüpfen (wollen). Die Auffassung von Martina, dass letztere auch als Mann im Rock auf die Straße gehen würden, wenn es Mode wäre, teile ich nicht. Den meisten kommt es tatsächlich darauf an, zeitweise optisch wie eine Frau auszusehen und sich auch so zu fühlen. Das kann ich aus meiner dreijährigen Praxis als Teilzeitfrau nur bestätigen. Außerdem würde sonst wohl keine "Stubentranse" sich die Mühe machen, sich komplett als Frau zurechtzumachen.
Vor einiger Zeit hatte ich übrigens schon mal einen ähnlichen Thread gestartet: http://www.crossdresser-forum.de/phpBB3 ... =45&t=3886
Auch dort zeigte sich, dass es einigen eben auf das Frausein ankommt.
Ansonsten bin ich der Auffassung, dass es die von manchen hier herbeigesehnte Situation, sich "alles" problemlos anziehen zu dürfen, nie geben wird. Ich zitiere mal, was ich dazu vor zwei Jahren mal in einem anderen Thread geschrieben habe.
Andrea aus Sachsen hat geschrieben:ich möchte mal eine Hypothese in den Raum stellen, die sicher nicht ohne Widerspruch bleiben wird:
Eine durchgängige geschlechtsneutrale Kleidung gibt es nicht, hat es nie gegeben und wird es auch nie geben.
Meine Begründung liefere ich gleich dazu:
Die kleidungsmäßige Geschlechtertrennung abzubauen, sich "alles" anziehen zu dürfen, ist der fromme Wunsch einer Minderheit, die, aus welchen Gründen auch immer, die Kleidung des jeweils anderen Geschlechts bevorzugen (würden). Eine große Mehrheit der Leute legt dagegen bewusst oder unbewusst eher Wert darauf, die Geschlechter äußerlich leicht unterscheiden zu können oder ihr ist die Sache zumindest egal. Gegen diese Mehrheit wird sich der oben genannte Wunsch nie durchsetzen können.
Das bedeutet nicht, dass Röcke oder Kleider für Männer nicht doch einmal modern werden könnten. Aber die würden sich dann in Aufmachung, Form, Farbe oder Accessoires dazu von denen für Damen unterscheiden (sofern diese dann nicht etwas ganz anderes tragen würden), sodass das Gesamterscheinungsbild sich immer noch deutlich in männlich und weiblich einteilen ließe. Ein vielfältigere Männermode, wie sie bis zum 18. Jahrhundert schon einmal üblich war, würde meine These genauso wenig ausschließen, aber dazu müsste vor allem das Interesse der Männer daran vorhanden sein.
Ich als Teilzeitfrau bin ja gar nicht böse darüber, dass die Mode so ist, wie sie ist und im Wesentlichen so bleiben wird. Dadurch geht wenigstens die Motivation fürs Crossdressing nicht verloren, und um die Zukunft unseres Forums brauche ich mir so auch keine Sorgen zu machen.
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
biene38
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Re: Die Liebe zum Rock und anderen Dingen

Post 18 im Thema

Beitrag von biene38 »

Andrea aus Sachsen hat geschrieben:.
Andrea aus Sachsen hat geschrieben:ich möchte mal eine Hypothese in den Raum stellen, die sicher nicht ohne Widerspruch bleiben wird:
Eine durchgängige geschlechtsneutrale Kleidung gibt es nicht, hat es nie gegeben und wird es auch nie geben.
Meine Begründung liefere ich gleich dazu:
Die kleidungsmäßige Geschlechtertrennung abzubauen, sich "alles" anziehen zu dürfen, ist der fromme Wunsch einer Minderheit, die, aus welchen Gründen auch immer, die Kleidung des jeweils anderen Geschlechts bevorzugen (würden). Eine große Mehrheit der Leute legt dagegen bewusst oder unbewusst eher Wert darauf, die Geschlechter äußerlich leicht unterscheiden zu können oder ihr ist die Sache zumindest egal. Gegen diese Mehrheit wird sich der oben genannte Wunsch nie durchsetzen können.
Hallo Andrea,
doch, dem möchte ich schon widersprechen.
Nenne mir bitte ein Kleidungsstück, welches nur von Männern getragen wird, und nicht von Frauen. Mir ist keines bekannt.
Insofern legt ein großer Anteil der weiblichen Bevölkerung ganz und gar nicht auf die kleidungsmäßige Geschlechtertrennung.
Diese Geschlechtertrennung gilt scheinbar nur für Männer.
Grüße von der Biene
martina

Re: Die Liebe zum Rock und anderen Dingen

Post 19 im Thema

Beitrag von martina »

Lina hat geschrieben:Ich will damit sagen (zum x-ten Mal wiederholen übrigens), dass es bestimmte Verhaltensweisen gibt, die nahezu neutral sind, und es gibt bestimmte Verhaltensweisen, die zu einer bestimmten sozialen Rolle gehören - darunter auch die gender-spezifischen Verhaltensweisen. Die funktionieren nur wenn das Aussehen mit dem Verhalten übereinstimmt. Sonst wird es nicht beachtet, evtl. missachtet oder missverstanden. Es macht definitiv einen Unterschied, ob ich ein Klownskostum trage oder einen dunklen Anzug, wenn ich die Bilanz einer Firma darstellen oder einen Haufen Kinder unterhalten will.
es ist ja nicht so,dass ich dich nicht verstehe. das tue ich sehr wohl. aber durch ständige wiederholungen wird irgendein sachverhalt nicht wahrer. in meinen ohren klingen deine worte wie: das war schon immer so, ist so und wird auch nie anders sein. und gegen eine solche einstellung verwahre ich mich, ich habe nichts gegen veränderungen, auch und vor allem in meinem eigenen selbstbild nicht. meine auffassung entspricht dieser hier http://www.taz.de/!5064399/ und studien dieser art gibt es einige.
biene38 hat geschrieben:Des weiteren stellt sich die Frage was bedeutet eigentlich "als Mann erkennbar" zu sein. Das ist schließlich Ansichtssache und über die Zeit und auch hinsichtlich Kultur nicht konstant. Was bedeutet dies nun? Mit Bart oder ohne Bart? lange Haare, kurze Haare oder Glatze oder sogar falsche Haare? Behaarter oder unbehaarter Körper? Geschminkt oder ungeschminkt? Gerader Körper oder taillierter Körper? Hose oder Rock? Betonte oder unbetonte Brust? usw. usw.
mach eine empirische umfrage. wenn ich 100 leute auf der strasse anspreche und frage, erhalte ich 100mal als antwort: "als mann erkennbar", mit kurzen haaren, ohne bart und unbehaartem körper. und auch mit rock und strumpfhose.
biene38 hat geschrieben:Warum sollten dies Männer nicht auch dürfen, und zwar in jede Richtung, eben auch in die feminine? Muss ich mich als Mann immer maskuliner machen?
sicherlich nicht. aber muss ich mir deshalb wünschen, frau zu sein und als frau aufzutreten? wieso nicht als mann mit einer erweiterung femininer möglichkeiten?
Andrea aus Sachsen hat geschrieben:.Es gibt danach einerseits die Rockträger bzw. Moderebellen, deren Ziel es ist, die Männermode zu bereichern und andererseits Teilzeitfrauen, die gern mal in die weibliche Rolle schlüpfen (wollen). Die Auffassung von Martina, dass letztere auch als Mann im Rock auf die Straße gehen würden, wenn es Mode wäre, teile ich nicht. Den meisten kommt es tatsächlich darauf an, zeitweise optisch wie eine Frau auszusehen und sich auch so zu fühlen.
irgendwie kann ich mir ein lachen nicht verkneifen, sorry. es wird immer und überall bis ins letzte analysiert, differenziert. aber dann ist da eins,was ich seltsam finde. das ziel, in eine weibliche rolle schlüpfen zu wollen, optisch wie eine frau auszusehen und sich auch so zu fühlen.
  • was ist DIE weibliche rolle? karrierefrau, hausfrau, mutter, normale im berufsleben stehende frau, die sexy popsängerin, die brigitte-leserin, die sportlerin ... was ist das spezifische?
    wie sieht optisch EINE frau aus? gerade schrieb erst biene, dass man auf den strassen oft genug maskulin aussehende frauen sieht. nun, sind das keine frauen? wolltest du aussehen wie helga vettersen? oder angela merkel? sind das keine frauen?
    und wie fühlt DIE frau? es sind letztlich deine gefühle, die du aber nur aufbrichst, wenn du dich als frau verkleidest, die du aber genauso gut als mann hast, haben darfst und ausleben kannst.

seltsam, seltsam ... immer wieder wird hier klein, haarklein diskutiert, was denn ein mann ist. ganz einfach: es gibt biologisch ein paar geschlechtsmerkmale, mehr nicht, und genau das trifft auch auf frau. andererseits scheint immer wieder klar und eindeutig zu sein, was eine frau ist. ein traumbild? ein idealbild?
biene38 hat geschrieben:Nenne mir bitte ein Kleidungsstück, welches nur von Männern getragen wird, und nicht von Frauen. Mir ist keines bekannt.
Insofern legt ein großer Anteil der weiblichen Bevölkerung ganz und gar nicht auf die kleidungsmäßige Geschlechtertrennung.
Diese Geschlechtertrennung gilt scheinbar nur für Männer.
da denke ich auch, dass das die situation wohl wesentlich eher trifft. aber um auch das zu relativieren, in der jetztzeit und in der westlichen welt.

liebe grüße
martina
biene38
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Re: Die Liebe zum Rock und anderen Dingen

Post 20 im Thema

Beitrag von biene38 »

Hallo Martina,

du widersprichst dir selbst.

du sagst selbst, wenn eine Frau sich "maskulin" kleidet und gibt, bleibt sie eine Frau.
warum soll dann ein Mann, der sich "feminin" gibt und kleidet (feminin in dem Sinne, wie wir es in der jetzigen Zeit und in unserer Kultur verstehen, in anderen Kulturen/Zeiten ist z.B. ein geschminkter Mann ganz gewöhnlich ) kein Mann bleiben? Eben ein androgyner Mann.
Und warum nennst du es beim Mann dann verkleiden? Bei den Frauen nennt man es doch auch nicht verkleiden.
Und warum unterstellst du diesem Mann, dass er eine Frau sein will? Oder unterstellst du der maskulinen Frau auch, dass sie ein Mann sein will?

Grüße von der Biene
martina

Re: Die Liebe zum Rock und anderen Dingen

Post 21 im Thema

Beitrag von martina »

biene38 hat geschrieben: du widersprichst dir selbst.

du sagst selbst, wenn eine Frau sich "maskulin" kleidet und gibt, bleibt sie eine Frau.
warum soll dann ein Mann, der sich "feminin" gibt und kleidet (feminin in dem Sinne, wie wir es in der jetzigen Zeit und in unserer Kultur verstehen, in anderen Kulturen/Zeiten ist z.B. ein geschminkter Mann ganz gewöhnlich ) kein Mann bleiben?
nichts anderes ist das, was ich sage.
biene38 hat geschrieben:Eben ein androgyner Mann.
mit eben dieser ergänzung konstruierst du bei mir einen widerspruch. da finde ich dein argument ausgesprochen unglücklich.
biene38 hat geschrieben:Und warum nennst du es beim Mann dann verkleiden? Bei den Frauen nennt man es doch auch nicht verkleiden.
ich nenne es verkleiden, wenn ein mann in frauenkleidung sich als frau fühlt, glaubt, eine weibliche rolle einzunehmen, optisch wie eine frau aussehen will. was immer das alles auch heissen mag. mir fehlt bei diesen menschen ein ganzheitliches selbstbild, sondern das klingt nach einer gespaltenen persönlichkeit.
bei frauen nenne ich es nicht so, weil sie beim tragen einer hose nicht wie ein mann fühlen wollen, glauben, eine männliche rolle einzunehmen und wie ein mann aussehen will.
ich finde das nicht einen kleinen, feinen unterschied, sondern eine ganz gravierende differenz.

liebe grüße
martina
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Re: Die Liebe zum Rock und anderen Dingen

Post 22 im Thema

Beitrag von biene38 »

Martina hat geschrieben:
biene38 hat geschrieben:Eben ein androgyner Mann.
mit eben dieser ergänzung konstruierst du bei mir einen widerspruch. da finde ich dein argument ausgesprochen unglücklich.
das ist kein Widerspruch. Die maskuline Frau bezeichne ich auch als androgyne Frau, da man sie fast für einen Mann halten könnte. Umgekehrt ist es der androgyne Mann.
Martina hat geschrieben:
biene38 hat geschrieben:Und warum nennst du es beim Mann dann verkleiden? Bei den Frauen nennt man es doch auch nicht verkleiden.
ich nenne es verkleiden, wenn ein mann in frauenkleidung sich als frau fühlt, glaubt, eine weibliche rolle einzunehmen, optisch wie eine frau aussehen will. was immer das alles auch heissen mag. mir fehlt bei diesen menschen ein ganzheitliches selbstbild, sondern das klingt nach einer gespaltenen persönlichkeit.
bei frauen nenne ich es nicht so, weil sie beim tragen einer hose nicht wie ein mann fühlen wollen, glauben, eine männliche rolle einzunehmen und wie ein mann aussehen will.
ich finde das nicht einen kleinen, feinen unterschied, sondern eine ganz gravierende differenz.
Warum misst du mit zweierlei Maß. Warum gestehst du den Männern nicht die gleichen Rechte zu wie den Frauen.
Warum sollte sich ein Mann in Frauenkleidung als Frau fühlen. Oder fühlt sich ein Mann im Rock als Frau (in unserem Kulturkreis gilt der Rock auch als Frauenkleidung, da er von 99,9% der Männer nicht getragen wird, sondern wenn nur von Frauen).
Eine maskuline Frau, die fast wie ein Mann aussieht will schließlich auch genau so aussehen, sonst würde sie es nicht tun.
Der Unterschied ist nur, dass dies bei Frauen gesellschaftlich akzeptiert ist, bei Männern nicht.

Bitte gestehe den Männern das gleiche zu wie den Frauen, auch wenn es bislang nicht gesellschaftlich akzeptiert ist.

Gestehe Männern bitte genau so wie Frauen zu, dass sie sich schminken dürfen.
Gestehe Männern bitte genau so wie Frauen zu, dass sie Perücken tragen dürfen.
Gestehe Männern bitte genau so wie Frauen zu, dass sie körperbetonte Kleidung tragen dürfen.
Gestehe Männern bitte genau so wie Frauen zu, dass sie sich verhalten wie sie wollen.


Wir gestehen es schließlich den Frauen auch zu, wie Männer auszusehen und sich wie Männer zu verhalten.
Und dennoch bleibt jeder das was er/sie ist, die Frau bleibt Frau, der Mann bleibt Mann.

Grüße von der Biene
martina

Re: Die Liebe zum Rock und anderen Dingen

Post 23 im Thema

Beitrag von martina »

was soll das? künstler in sachen wortverdrehen?

ich gestehe den männern in jeder hinsicht die gleichen rechte zu. aber sie sollen deshalb weiterhin
  • mann bleiben,
    sich als mann fühlen,
    weiterhin in einer männliche rollen bleiben.
sie sollen aber das spektrum des mannseins erweitern und vergrößern. sie sollen sich selbst das recht nehmen und sich nicht verstecken. und solltest du nicht wissen, was ich mit verstecken meine, dann lies doch einfach mal etliche beiträge hier im forum.

interessant, dass du auch jetzt noch die androgyne frau aus der hintersten ecke kramst. diesen fehlt es aus meiner sicht auch an selbstvertrauen und mut.

und nochmals: mein anliegen ist der ganzheitliche mensch (egal ob mann oder frau), der mit sich selbst im reinen ist und eine erweiterung seiner möglichkeiten als sein eigenes ganzheitliches ich anstrebt, nicht jemand, der zwei persönlichkeiten in sich spürt, hier mann, da frau.

liebe grüße
martina
Andrea aus Sachsen
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Re: Die Liebe zum Rock und anderen Dingen

Post 24 im Thema

Beitrag von Andrea aus Sachsen »

.
biene38 hat geschrieben:Hallo Andrea,
doch, dem möchte ich schon widersprechen. Nenne mir bitte ein Kleidungsstück, welches nur von Männern getragen wird, und nicht von Frauen. Mir ist keines bekannt. Insofern legt ein großer Anteil der weiblichen Bevölkerung ganz und gar nicht auf die kleidungsmäßige Geschlechtertrennung. Diese Geschlechtertrennung gilt scheinbar nur für Männer.
Hallo Biene,
es geht nicht um einzelne Kleidungsstücke, sondern um das Gesamt-Erscheinungsbild, zu dem auch Frisur, Schmuck und Makeup gehören. Theoretisch könnte es jedes Kleidungsstück in weiblicher und männlicher Version geben, übliche Gesamt-Outfits würden sich nach meiner These trotzdem eindeutig in männlich und weiblich einteilen lassen.
Da bliebe die Frage, ob du dich dann z.B. mit den für Männer vorgesehenen Röcken zufrieden geben würdest. Teilzeitfrauen werden nach wie vor versuchen, dem gängigen weiblichen Erscheinungsbild möglichst nahe zu kommen.
martina hat geschrieben:aber dann ist da eins,was ich seltsam finde. das ziel, in eine weibliche rolle schlüpfen zu wollen, optisch wie eine frau auszusehen und sich auch so zu fühlen.
martina hat geschrieben:ich nenne es verkleiden, wenn ein mann in frauenkleidung sich als frau fühlt, glaubt, eine weibliche rolle einzunehmen, optisch wie eine frau aussehen will. was immer das alles auch heissen mag. mir fehlt bei diesen menschen ein ganzheitliches selbstbild, sondern das klingt nach einer gespaltenen persönlichkeit.
martina hat geschrieben:ich gestehe den männern in jeder hinsicht die gleichen rechte zu. aber sie sollen deshalb weiterhin
  • mann bleiben,
    sich als mann fühlen,
    weiterhin in einer männliche rollen bleiben.
Hallo Martina,
wenn du keine Ambitionen hast, in eine weibliche Rolle zu schlüpfen und mit dem Gefühl des Frauseins nichts anfangen kannst, warum sprichst du dieses dann anderen ab?
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
biene38
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Re: Die Liebe zum Rock und anderen Dingen

Post 25 im Thema

Beitrag von biene38 »

martina hat geschrieben:was soll das? künstler in sachen wortverdrehen?
wer mit mir diskutiert, muss schon bisschen mitdenken :wink:
martina hat geschrieben: ich gestehe den männern in jeder hinsicht die gleichen rechte zu. aber sie sollen deshalb weiterhin
  • mann bleiben,
    sich als mann fühlen,
    weiterhin in einer männliche rollen bleiben.
wo ist denn dann die Grenze bei dir? Was darf ich dann noch tragen/machen als Mann? Wo beginnt bei dir das Verkleiden?

schminken? nur die Augen oder auch den Mund?
Gesicht pudern?
Augenbrauen anmalen?
Miniröcke?
High Heels?
Dekollete zeigen?
Körperbetonte Kleidung?
Sexy Auftreten?
Haarteile oder Perücken?

Alles Dinge, die Frauen zugestanden werden, aber objektiv gesehen mit Weiblichkeit (siehe andere Zeiten/Kulturen) nichts zu tun haben.

Was bedeutet für dich in der männlichen Rolle bleiben? Wie genau definierst du männliche Rolle?
Bitte beantworte mir diese Fragen.
Grüße von der Biene
martina

Re: Die Liebe zum Rock und anderen Dingen

Post 26 im Thema

Beitrag von martina »

hallo andrea,
ich fände es schön, wenn du meine fragen beantworten könntest:
martina hat geschrieben:
  • was ist DIE weibliche rolle? karrierefrau, hausfrau, mutter, normale im berufsleben stehende frau, die sexy popsängerin, die brigitte-leserin, die sportlerin ... was ist das spezifische?
    wie sieht optisch EINE frau aus? gerade schrieb erst biene, dass man auf den strassen oft genug maskulin aussehende frauen sieht. nun, sind das keine frauen? wolltest du aussehen wie helga vettersen? oder angela merkel? sind das keine frauen?
    und wie fühlt DIE frau? es sind letztlich deine gefühle, die du aber nur aufbrichst, wenn du dich als frau verkleidest, die du aber genauso gut als mann hast, haben darfst und ausleben kannst.
Andrea aus Sachsen hat geschrieben:wenn du keine Ambitionen hast, in eine weibliche Rolle zu schlüpfen und mit dem Gefühl des Frauseins nichts anfangen kannst, warum sprichst du dieses dann anderen ab?
das ist allein aus meiner entwicklung bedingt. ja, ich war auch mal teilzeitfrau, um weibliche kleidung und schmuck tragen zu können, um mich schminken zu können. aber ich habe erkannt, dass ich deshalb nicht zur frau mutieren muss, sondern auch als mann meine möglichkeiten erweitern kann und über grenzen hinaus gehen kann. und der grund der wandlung? weil ich auf meine oben gestellten fragen keine wirklichen antworten gefunden habe.


hallo biene,
biene38 hat geschrieben:wo ist denn dann die Grenze bei dir? Was darf ich dann noch tragen/machen als Mann? Wo beginnt bei dir das Verkleiden?
die grenze liegt im eigenen mut und selbstvertrauen. wenn das stark genug ausgeprägt ist, gibt es keine grenze.

die grenze sehe ich auch nicht im tun und machen, sondern in der inneren einstellung zur sache. mal ganz neutral formuliert: man kennt einen menschen vom sehen, als nachbar, als bekannter, als freund. wenn sich dieser mensch derart kleidet, schminkt usw., dass er nicht mehr als dieser bekannte mensch erkannt wird und auch nicht erkannt werden will oder auch nur hofft, nicht erkannt zu werden, dann nenne ich das verstellung. du kannst es auch gern als karneval benennen, wo man seine perönlichkeit hinter einer maske verschwinden lässt.
biene38 hat geschrieben:Was bedeutet für dich in der männlichen Rolle bleiben? Wie genau definierst du männliche Rolle?
ich hatte oben schon diese antwort auf lina gegeben.
martina hat geschrieben:meine auffassung entspricht dieser hier http://www.taz.de/!5064399/ und studien dieser art gibt es einige.
sicher gibt es, wie lina meint, soziale rollen, und es macht einen unterschied, ob jemand im clowns-kostüm eine wirtschaftsbilanz erstellen will oder ob der typ im nadelstreifenanzug im kinderladen tätig ist. ich bin auch im job ein opfer von kleidervorschriften, wo ich eine rolle einnehme. aber ich beziehe mich vor allem auf die freizeit, auf die zeit, in der ich tun und lassen kann, was ich will. und in dieser zeit spiele ich keine rolle. hier bin ich mensch, hier darf ich's sein.

liebe grüße
martina
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Re: Die Liebe zum Rock und anderen Dingen

Post 27 im Thema

Beitrag von Andrea aus Sachsen »

.
Hallo Martina,
zu deiner Frage kann ich nur sagen: Es gibt nicht DIE Frau und auch nicht DIE weibliche Rolle, denn jede Frau ist anders und lebt ihre Rolle anders aus. Als Teilzeitfrau und erst recht als TS strebt man entsprechend seinen Möglichkeiten danach, eine Frau zu verkörpern, mit der man sich identifizieren kann, in deren Rolle man sich wohlfühlt. Wer wie du da nichts passendes findet, für den ist es wohl besser, Mann zu bleiben.
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
martina

Re: Die Liebe zum Rock und anderen Dingen

Post 28 im Thema

Beitrag von martina »

Andrea aus Sachsen hat geschrieben:Es gibt nicht DIE Frau und auch nicht DIE weibliche Rolle, denn jede Frau ist anders und lebt ihre Rolle anders aus.
absolute zustimmung
Andrea aus Sachsen hat geschrieben:Als Teilzeitfrau und erst recht als TS strebt man entsprechend seinen Möglichkeiten danach, eine Frau zu verkörpern, mit der man sich identifizieren kann, in deren Rolle man sich wohlfühlt. Wer wie du da nichts passendes findet, für den ist es wohl besser, Mann zu bleiben.
aber warum muss es eine frau sein, die du verkörpern willst? warum kein mann? oder noch besser: warum willst du dich selbst nicht verkörpern?

liebe grüße
martina
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Re: Die Liebe zum Rock und anderen Dingen

Post 29 im Thema

Beitrag von biene38 »

martina hat geschrieben: ... mal ganz neutral formuliert: man kennt einen menschen vom sehen, als nachbar, als bekannter, als freund. wenn sich dieser mensch derart kleidet, schminkt usw., dass er nicht mehr als dieser bekannte mensch erkannt wird und auch nicht erkannt werden will oder auch nur hofft, nicht erkannt zu werden, dann nenne ich das verstellung. du kannst es auch gern als karneval benennen, wo man seine perönlichkeit hinter einer maske verschwinden lässt.
letztens hatte ich eine Nachbarin fast nicht erkannt, da sie sich für Abends zurecht gemacht hat und aufgestylt war. Und da ist sie nicht die einzige. Wenn es Frauen machen können, warum sollte es uns Männern vorenthalten sein.
Und gerade in Zeiten der totalen Überwachung (Überwachungskameras und Handykameras wohin man sieht) ist so ein bisschen Tarnung vielleicht gar nicht verkehrt. :wink: Ich bin ganz gerne auch mal anonym. :lol:


So weit sind wir vermutlich gar nicht auseinander. Ich sehe mich eher als Moderebell, der so gut wie keine Grenzen kennt und diese auch komplett auslotet. Außerdem kann ich mit der gesellschaftlichen Geschlechterrolle des Mannes nichts anfangen, da sie viel zu sehr beschränkt ist, und möchte mich dagegen wehren.
Ich sehe mich allerdings nie als Frau wenn ich mich kleide so wie es einige andere hier im Forum tun. Sondern ich bleibe biologisch immer Mann und ich selbst. Allerdings ist es mir egal wie ich von meiner Umwelt wahrgenommen werde, soll heißen meine Umwelt darf mich auch gerne als weiblich wahrnehmen. Ziel für mich ist das perfekte androgyne Styling als Mann.
Grüße von der Biene
martina

Re: Die Liebe zum Rock und anderen Dingen

Post 30 im Thema

Beitrag von martina »

na, darauf können wir ja mal mit einem gläschen anstossen (drink) (drink)

liebe grüße
martina
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