Der Islam unterstützt uns nicht
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Lieschen
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Der Islam unterstützt uns nicht

Post 1 im Thema

Beitrag von Lieschen »

Hallo,

Samstag war ich mit meinem Sohn zur No-Olgida-Kundgebung nach Oldenburg gefahren. Eine gelungene Demo mit erfreulich vielen Menschen.
Im Anschluss daran noch eben durch die Fussgängerzone gebummelt und dort auf einen Islamistenstand getroffen. Ich im Frauenoutfit den Flugblattverteiler gefragt, wie der Islam zu Männern steht, die öffentlich (manchmal) Frauenkleider tragen. Der junge Mann zuckte sichtlich zusammen und verwies mich an den Wortführer der Gruppe. Eine Minute und einige Wortwechsel später waren die Claims abgesteckt und der Mensch war dann nicht mehr ganz so freundlich. Ich fasse seine Kernaussagen zusammen:
- Der Islam hat nichts gegen Transsexuelle. Wer merkt, dass er "im falschen Körper" geboren wurde, soll die geschlechtsangleichenden Operationen alle und komplett durchziehen und danach in dem Geschlecht dauerhaft leben.
- Homosexualität ist ohne wenn und aber schädlich und verboten.
- Männer, welche nur gelegentlich das Geschlecht durch Tragen von "Frauenkleidung" wechseln, sind (hüstel): krank. Diese müssen behandelt werden. "Wie", habe ich leider vergessen zu fragen.

Er wusste recht gut Bescheid. So konnte er mir sagen, dass NPD und AfD uns ebenfalls nicht wohlgesonnen sind. Ebenso wie grosse Teile der katholischen Kirche. Anders ist es nach seiner (und meiner) Meinung bei Grünen, SPD, FDP und Linken sowie der evangelischen Kirche.

Fazit für mich: Der Islam unterstützt uns nicht. (Dennoch werde ich weiter zu No-Pegida-Demos gehen, denn Rassismus und Fremdenfeindlichkeit dürfen nicht sein)

Tschüs, Lieschen
An die Rausgemobbten und/oder Ausgeschlossenen, die hier evtl. (nur) noch still mitlesen (Hugo, Darialena, Breakfast@Tiffany, ingedie2te u. A.): bitte schreibt mir doch kurz, in welchen Foren ihr euch jetzt aufhaltet.
lieschen-77ätgmx.de
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Re: Der Islam unterstützt uns nicht

Post 2 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Mutig Lieschen, das hätte ich nicht gemacht.

Aber vielleicht sollte man mit einer Verallgemeinerung "der Islam" vorsichtig sein. Ich war als Student mit einem Kommilitonen auf einer Exkursion in Kairouan/Tunesien früh morgens in einem türkischen Bad. Meinem Kumpel wurden sehr eindeutige Angebote gemacht. Es gibt auch im Islam sehr vielfältige Strömungen ...

Die Antworten hätten so (oder schlimmer) auch von Würdenträgern der katholischen Kirche kommen können ...
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.
Lina
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Re: Der Islam unterstützt uns nicht

Post 3 im Thema

Beitrag von Lina »

LaraC hat geschrieben:Von ein paar Typen, die in der Fußgängerzone Flyer verteilen, auf "den Islam" zu schließen, ist aus meiner Sicht etwas... sagen wir: gewagt. ;)
Wieso? Das Gesamtbild besteht doch aus der Sicht der Leute - vielmehr als was irgendwo in irgend einem Buch steht. Diese vertreten offensichtlich ihre sicht der Religion.

@- Männer, welche nur gelegentlich das Geschlecht durch Tragen von "Frauenkleidung" wechseln, sind (hüstel): krank. Diese müssen behandelt werden. "Wie", habe ich leider vergessen zu fragen.

Also zusammenfassend - wer es immer tut ist OK und wer es nicht immer tut ist nicht OK. Da hätte ich auch nach einer logischen Erklärung gefragt.
Natascha

Re: Der Islam unterstützt uns nicht

Post 4 im Thema

Beitrag von Natascha »

Der Islam unterstützt uns nicht? Na sowas. Janz wat Neues. - Ausnahme ist der Iran, weil der Ayatollah Chomeney auf TS flog. Ironie in Reinstform. Schwule hingegen hängen sie an Kränen... Verrückte Welt. -.-
Cybill
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Re: Der Islam unterstützt uns nicht

Post 5 im Thema

Beitrag von Cybill »

Liebe Schwesterinnen und Schwestern,

ich verstehe durchaus das Entsetzen, welches die Erkenntnis, dass die abrahamitischen Religionen (Judentum, Christentum und Islam) etwas gegen uns haben, in euch hervorruft. Aber ich gebe zu Bedeneken, dass die Wurzel aller drei Religionen in der nomadischen Sippenlebensweise des mittleren Ostens fusst. Daher war der Fortbestand der Gemeinsachft überlebenswichtig und wurde in die Religion übernommen.
Damit ist alles, außer Heterosexualität, schädlich und muss geächtet werden. Soweit ich mich erinnern kann, hat hier noch niemand über eine Schwangerschaft und Geburt berichtet - oder?

Also lasst die Kirche im Dorf, die Moschee am Straßenrand und die Synagoge am Platz und lächelt mild. (das ist nämlich allen drei Religionen immanent)

-Cy
Scio quid nolo! - Ich weiß was ich nicht will!

Im Übrigen: Ich bin nicht hauptberuflich transsexuell!
Anke
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Re: Der Islam unterstützt uns nicht

Post 6 im Thema

Beitrag von Anke »

Hallo Lieschen,

ich finde es vor allem klasse, dass Du das Gespräch gesucht und die Leute angesprochen hast. (ap)

Dazu auch eine Frage, war das einfach ein Stand von Moslems oder haben die sich als Islamisten zu erkennen geben?

Dass die Antworten natürlich gar nicht gehen, darüber brauchen wir sicher nicht sprechen. Als Gegenfrage fällt mir auch ein, warum die seiner Ansicht nach krank sind. Aber hinterher ist es auch einfacher, solche Fragen zu formulieren. :-)

Ich würde aber auch nicht den Schluss ziehen, dass diese Leute sozusagen als Sprecher des Islam die offizielle Position verkündet haben. Allerdings würde mich die auch mal interessieren.

Liebe Grüße

Anke
Sentio ergo sum. - Ich fühle, also bin ich.

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conny
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Re: Der Islam unterstützt uns nicht

Post 7 im Thema

Beitrag von conny »

Anke hat geschrieben:
Ich würde aber auch nicht den Schluss ziehen, dass diese Leute sozusagen als Sprecher des Islam die offizielle Position verkündet haben. Allerdings würde mich die auch mal interessieren.

Liebe Grüße

Anke
Hallo Anke,

das wird schwierig, da es DIE offizielle Position im Islam nicht gibt. Hier gibt es keine allgemeingültige Lehre. Jeder Imam kann den Koran anders interpretieren (wir sehen das ja leidvoll auch in einem anderen Zusammenhang) und das ist ja auch das große Problem in der Islamkonferenz des Innenministers u.a.. Wer repräsentiert den Islam? Letztendlich niemand allgemeingültig für alle.

LG
Conny
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Re: Der Islam unterstützt uns nicht

Post 8 im Thema

Beitrag von Anke »

conny hat geschrieben:
Hallo Anke,

das wird schwierig, da es DIE offizielle Position im Islam nicht gibt. Hier gibt es keine allgemeingültige Lehre. Jeder Imam kann den Koran anders interpretieren (wir sehen das ja leidvoll auch in einem anderen Zusammenhang) und das ist ja auch das große Problem in der Islamkonferenz des Innenministers u.a.. Wer repräsentiert den Islam? Letztendlich niemand allgemeingültig für alle.

LG
Conny
Hi Conny,

so ist das. Wobei es im Christentum zwar nicht ganz so, aber doch ähnlich ist mit den ganzen unterschiedlichen Konfessionen.

Ich vermute allerdings, dass es schon ein bestimmte Lehrmeinung gibt, die von einer größeren Zahl getragen wird. Ist aber bestimmt schwer herauszubekommen.

Liebe Grüße

Anke
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Exuserin-2015-08-11

Re: Der Islam unterstützt uns nicht

Post 9 im Thema

Beitrag von Exuserin-2015-08-11 »

Genau gegenüber von mir wohnt eine Irakischie Familie. Nur zwei Mal hatten wir Kontakt ,weil Medidakente nicht da waren Ansonsten werden ich und meine Frau nicht zur Kenntnis genommen,obwohl wir immer freundlich grüßen.Das Familienleben findet da leider nur so statt das niemand etwas mit bekommt.Eine Familie mit Kleinkindern und mit schulpflichtigen Kindern möchte ich doch gerne helfen,ist aber ungewünscht.Gruss Ilektra.
Vivian Cologne
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Re: Der Islam unterstützt uns nicht

Post 10 im Thema

Beitrag von Vivian Cologne »

Über das Werbebanner, das bei mir gerade unter diesen Beiträgen eingeblendet wird, musste ich schmunzeln. Das wirbt für muslima.com. Dort kann ich muslimische Frauen kennenlernen, zwecks Heirat.

Solange ich noch rechtlich männlich bin, könnte ich das sogar. Aber das ist wohl doch nichts für mich.

Vivian, staunend
Momo58
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Re: Der Islam unterstützt uns nicht

Post 11 im Thema

Beitrag von Momo58 »

Der Islam ist eine in sich selbst gespaltene Religion. Trotzdem waren die Antworten Koran-konform. Trotz allem sind z.B. im Iran genauso wie in Deutschland Geschlechtsangleichungen möglich.
Wir alle sind nur ein unbedeutendes Staubkorn im Universum
Exuserin-2015-08-11

Re: Der Islam unterstützt uns nicht

Post 12 im Thema

Beitrag von Exuserin-2015-08-11 »

Sonnenschein,das ist auch meine Meinung.Allen anderen wünsche ich viel Spaß mit dem Islam. Ilektra
Vivian Cologne
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Re: Der Islam unterstützt uns nicht

Post 13 im Thema

Beitrag von Vivian Cologne »

Ach Ilektra, das hast du schön pointiert ausgedrückt! Kann ich so unterschreiben, mir kann jede Religion gestohlen bleiben, insbesondere der Islam. Aber natürlich soll jeder und jede nach seiner oder ihrer Fasson selig werden.

Allzu sehr sollen sich die Religionen auch nicht in mein Leben einmischen. Dass der Islam "uns nicht unterstützt" hat Lieschen ja bewusst ironisch ausgedrückt. Natürlich tut er das nicht, das erwarte ich auch gar nicht.

Vivian
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Re: Der Islam unterstützt uns nicht

Post 14 im Thema

Beitrag von Lina »

LaraC hat geschrieben:
Lina hat geschrieben:
LaraC hat geschrieben:Von ein paar Typen, die in der Fußgängerzone Flyer verteilen, auf "den Islam" zu schließen, ist aus meiner Sicht etwas... sagen wir: gewagt. ;)
Wieso?
Naja, wenn dir ein paar Mormonen an der Haustür was von Vielweiberei erzählen, sagst du ja auch nicht: "Das Christentum unterstützt Polygamie", oder? ;)Das wäre einfach eine dumme Verallgemeinerung. ...".
Warum sollte ich das denn nicht und was ist daran dumm. Wenn die Mormonen - die sich übrigens auch meistens so präsentieren und nicht an erster Reihe unter dem Oberbegriff "Christen" - zu einer Familienstruktur stehen, wo ein Mann mehrere Ehefrauen haben kann, was ist dann an der Feststellung "sie unterstützen Polygamie" falsch?

Wenn Vertreter des Islam - ohne erkennbare Unterbezeichnung - ihre Religion präsentieren, wer bin ich denn, sie nicht aufs Wort nehmen? Streng genommen willst du wohl sagen es wäre meine Pflicht zu hinterfragen, ob sie ihre eigene Religion korrekt darstellen. Kannst du mir nur einen einzigen guten Grund nennen, warum ich das tun sollte? Und sollte ich das auch bei allen anderen Religionen tun? Warum sollte das meine Verantwortung sein?
Lieschen
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Re: Der Islam unterstützt uns nicht

Post 15 im Thema

Beitrag von Lieschen »

Hallo!

Anke fragte: "Dazu auch eine Frage, war das einfach ein Stand von Moslems oder haben die sich als Islamisten zu erkennen geben?"
Ich habe zwar "Islamisten" geschrieben, jedoch allg. Moslems gemeint. Islamisten sind eigentlich Islamwissenschaftler. Heute wird der Begriff eher für fanatische Moslems gebraucht (in den Medien). Es ärgert mich, dass ich den Begriff übernommen habe.
Auf dem Banner waren arabische Schriftzeichen. Ob der Wortführer einfacher Moslem, fanatischer Moslem oder Islamwissenschaftler war, kann ich nicht sagen. Er konnte sich gut ausdrücken und ich musste mehrfach meine Eingangsfrage wiederholen, bis eindeutige Antworten kamen. Etwas frostig wurde er, nachdem er sagte "Aha, Sie sind in keiner Kirche und glauben an gar keinen Gott."

Sonnenschein schrieb: "Ich empfehle jedem, den Koran ... durchzulesen."
Allein mit dem "Durchlesen" ist es nicht getan. Ich bin recht bibelfest und erinnere mich noch gut an die armen Jesusjünger, die von uns angetrunkenen Gymnasiasten mit Bibelzitaten so fertig gemacht wurden, dass sie entgleisten und uns schreiend in die Hölle wünschten. Wenn meist übereinstimmend Spiegel, Stern, taz und konkret über den Islam berichten, genügt mir das zur Meinungsbildung.

LaraC schrieb: "Es gibt nur kritisch denkende Menschen, die sich eine differenzierte Meinunung zu bilden versuchen, und dumme Menschen, die auf der Basis offensichtlich unzureichender Information in Vorurteilen schwelgen."
Schade, ich dachte immer, es gäbe, wie bei "uns", noch unzählige Abstufungen dazwischen. Wieder was dazugelernt. Wenn ich demnach zu den dummen (hallo Sunny!) Menschen gehöre, weil meine Vorurteile bestätigt wurden, kann ich aber damit leben.

Greetz!
Lieschen Müller-Schwelg
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