Das Thema wird- über Parteigrenzen hinaus - durchaus kontrovers diskutiert.Im Rahmen des Maßnahmenpakets "Selbstbestimmung und Akzeptanz Sexueller Vielfalt" des Berliner Senats ist ein Medienkoffer für den Unterricht an Grundschulen in den Bereichen Deutsch, Sachkunde und politische Bildung entstanden.
Der Bildungs- und Erziehungsauftrag der Grundschule bezieht sich laut Lehrplan auf Schülerinnen und Schüler aus allen Gruppen und Schichten, ohne Ansehen ihrer Herkunft, ihres Geschlechts, ihrer Nationalität, ihrer Religion oder ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse. Ihre Persönlichkeit soll gestärkt werden, ihre Mitbestimmungs- und Teilhabefähigkeit und ihre Anschlussfähigkeit.
Dieser Koffer hilft bei der Entwicklung der Wertorientierung, der Fähigkeit und Bereitschaft zur Selbst- und Mitbestimmung sowie zum solidarischen Handeln, der Kompetenz im Umgang mit anderen Sprachen, der Auseinandersetzung mit Grundfragen des menschlichen Zusammenlebens und dem Erwerb und der Festigung der Lesefähigkeit.
Den Koffer, der 25 Bilderbücher und ein Familienspiel enthält, können Sie komplett ausleihen. Darüber hinaus steht jeder Titel noch einmal in der entsprechenden Sachgruppe und kann separat entliehen werden. Jedem Buch ist eine Bücherkarte beigelegt, die Inhalt und Einsatzgebiete der Bücher kurz umreißt.
Der TAGESSPIEGEL schreibt dazu:
"Aufklärung über Homosexualität schon in Grundschulen"
Schon Grundschüler sollen künftig in Berlin über Homosexualität aufgeklärt werden.
Es wird zu einer Leserdiskussion aufgerufen:
http://www.tagesspiegel.de/berlin/schul ... 06248.html
Nicht nur das Erzbistum Berlin setzt sich kritisch mit dem Thema auseinander:
29. Juli 2011Ein Medienkoffer für sexuelle Vielfalt?
http://www.erzbistumberlin.de/medien/ru ... -vielfalt/
... auch Eltern- und Lehrerverbände sehen den "Medienkoffer" nicht nur positiv.