Gedanken über die Kategorie FLINTA* | Siegessäule
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Anne-Mette
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Gedanken über die Kategorie FLINTA* | Siegessäule
Ist FLINTA* passé?
Sprache ist ein ewiges Streitthema. Eine heftige Debatte dreht sich derzeit um die Frage, ob die Kategorie FLINTA* eigentlich das hält, was sie verspricht. SIEGESSÄULE-Autorin Selina Hellfritsch hat hier erhebliche Zweifel – und hat sich in der Community umgehört
https://www.siegessaeule.de/magazin/ref ... nta-passe/
Sprache ist ein ewiges Streitthema. Eine heftige Debatte dreht sich derzeit um die Frage, ob die Kategorie FLINTA* eigentlich das hält, was sie verspricht. SIEGESSÄULE-Autorin Selina Hellfritsch hat hier erhebliche Zweifel – und hat sich in der Community umgehört
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Susi T
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Re: Gedanken über die Kategorie FLINTA* | Siegessäule
Weil etwas nicht schnell genug geht, oder nicht schnell und weit genug geht, oder nicht perfekt ist(wird ja sogar von geschrieben das man früher das noch nie gehört hat) schmeißt man Alles über den Haufen, probierts mit klein klein, am besten mit noch genaueren Begriffen die noch weniger Leute außerhalb der eigenen Bubbles kennen und wundert sich dann das es nicht vorwärts geht. Ganz mein Humor 
Das beste Make-up einer Frau ist Glücklich sein
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Val44721
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Re: Gedanken über die Kategorie FLINTA* | Siegessäule
Im Gegenteil. Wenn man etwas versucht was helfen soll, man aber stattdessen feststellt es schadet, dann tut Mans besser nicht weiter.
Nature has made us intolerant to change but fortunately, we have the capacity to change our nature - Arcane
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Knäckebrötchen
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Re: Gedanken über die Kategorie FLINTA* | Siegessäule
Ich finde, beides ist möglich. Nur weil etwas zu einer Zeit gut gemeint und mit gutem Absichten entwickelt wurde, muss es nicht auf ewig so weiter laufen. Insbesondere, wenn man feststellt, das sich die Grundbedingungen geändert haben.
Natürlich bringt es nichts, jede Idee beim kleinsten Gegenwind zu verändern oder einzustampfen. Sicher. Beim Begriff FLINTA* ist das ja aber sicherlich nicht der Fall.
Er hatte Zeit zu reifen, sich zu entwickeln und jetzt stellen wir fest: erfüllt eine Zweck nicht wie gewünscht.
Mein Problem mit dem Akronym ist unter anderem die harte Abgrenzung zu cis-männlichen Menschen. Ich war anfangs etwas naiv und dachte, die Aspekte INTA beziehen sich auf feminin gelesene Menschen. So wie beschrieben bietet er mir persönlich zumindest keinen attraktiven Raum.
Neben dem üblichen Konfliktfeld "wie muss/darf jemand aussehen, um in einen FLINTA* Raum rein zu kommen" und möglichen Zwangsoutings, schließen wir auch alle Allies aus. Gleichzeitig lassen wir trans-männliche Personen rein, die genauso misogyn und eben männlich sein können, wie cis-Männer.
Das sich BIPoC nicht inkludiert sehen ist wiederum ein immanentes Problem einer primär hellhäutig-kaukasischen Gesellschaft. Eine offene Einladung wird schon rein statistisch mehr "weiße" Menschen sehen, weil es sie häufiger gibt (in Deutschland). Das sieht in anderen Ländern anders aus, je nach Mehrheitsgesellschaft. Eine tolle Lösung hab ich aber leider auch nicht.
Natürlich bringt es nichts, jede Idee beim kleinsten Gegenwind zu verändern oder einzustampfen. Sicher. Beim Begriff FLINTA* ist das ja aber sicherlich nicht der Fall.
Er hatte Zeit zu reifen, sich zu entwickeln und jetzt stellen wir fest: erfüllt eine Zweck nicht wie gewünscht.
Mein Problem mit dem Akronym ist unter anderem die harte Abgrenzung zu cis-männlichen Menschen. Ich war anfangs etwas naiv und dachte, die Aspekte INTA beziehen sich auf feminin gelesene Menschen. So wie beschrieben bietet er mir persönlich zumindest keinen attraktiven Raum.
Neben dem üblichen Konfliktfeld "wie muss/darf jemand aussehen, um in einen FLINTA* Raum rein zu kommen" und möglichen Zwangsoutings, schließen wir auch alle Allies aus. Gleichzeitig lassen wir trans-männliche Personen rein, die genauso misogyn und eben männlich sein können, wie cis-Männer.
Das sich BIPoC nicht inkludiert sehen ist wiederum ein immanentes Problem einer primär hellhäutig-kaukasischen Gesellschaft. Eine offene Einladung wird schon rein statistisch mehr "weiße" Menschen sehen, weil es sie häufiger gibt (in Deutschland). Das sieht in anderen Ländern anders aus, je nach Mehrheitsgesellschaft. Eine tolle Lösung hab ich aber leider auch nicht.
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Jaddy
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Re: Gedanken über die Kategorie FLINTA* | Siegessäule
Nach meiner persönlichen Erfahrung gibt es einen Unterschied zwischen theoretischer Diskussion über Begriffe und Konzepte versus Praxis "an der Tür" und bei konkreten Veranstaltungen. Theoretisch gehören cis Männer gar nicht rein, trans Männer bzw trans maskuline Personen allerdings schon. Von trans maskulinen Personen wird - zumindest in der Theorie - angenommen, dass sie aufgrund ihrer Sozialisation und der Transition reflektierter sind. Kann eins gut finden oder nicht, das ist nicht die Debatte hier (weil auch Sache jeder einzelnen Veranstaltung).Knäckebrötchen hat geschrieben: Sa 22. Aug 2026, 20:53Neben dem üblichen Konfliktfeld "wie muss/darf jemand aussehen, um in einen FLINTA* Raum rein zu kommen" und möglichen Zwangsoutings, schließen wir auch alle Allies aus. Gleichzeitig lassen wir trans-männliche Personen rein, die genauso misogyn und eben männlich sein können, wie cis-Männer.
In der Praxis "kommt es drauf an". Ich kenne cis männliche Allys, die in bestimmten FLINTA* Räumen akzeptiert sind, weil sie bekanntermassen okay sind. Ich weiss von trans maskulinen, sowohl trans Männern wie masc presenting nichtbinären Menschen, die allein aufgrund ihres Aussehens häufig Schwierigkeiten an FLINTA* Türen haben oder dann drinnen. Viele andere überlegen sich von vornherein, ob sie zu einem FLINTA* Event gehen, oder fragen vorher. Ich zum Beispiel. Und ein großes Problem mit FLINTA* gelabelten Orten ist gerade für nichtbinäre und AMAB Menschen, dass die Realität hinter der Tür häufig FLinta* ist. Bei 80% cis Frauen und 15% cis Lesben fühlen viele INTA* sich auch nicht wie in ihrem Raum. Ich bevorzuge deshalb TIAN* Spaces, die auch ein paar ausgewählte cis Leute zulassen.
Die Praxis ist also einerseits teils durchlässiger als gedacht, andererseits funktioniert die Umsetzung der Theorie nicht so gut, wenn Menschen ihre Alltagssicht mitbringen. Das spricht mE nicht grundsätzlich gegen die Idee. Die funktioniert umso besser, wenn Veranstaltende aufmerksam und souverän und (cis) Teilnehmende mit Wohlwollen und Augenmass dabei sind.
Von daher würde ich Theorie-Diskussion immer für sich betrachten und vor allem nicht apodiktisch in die Praxis ziehen.
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Knäckebrötchen
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Re: Gedanken über die Kategorie FLINTA* | Siegessäule
Danke, Du beschreibst ja quasi genau das, was ich meine. Theoretisch ist die FLINTA*-Idee toll, weil inklusiv minus toxisch-patriarchale Profiteure.Jaddy hat geschrieben: Sa 22. Aug 2026, 22:42 Und ein großes Problem mit FLINTA* gelabelten Orten ist gerade für nichtbinäre und AMAB Menschen, dass die Realität hinter der Tür häufig FLinta* ist. Bei 80% cis Frauen und 15% cis Lesben fühlen viele INTA* sich auch nicht wie in ihrem Raum.
In der Realität sieht es halt komplexer und schwieriger aus. Und das sich dort dominant cis-Frauen tummeln, davon ein Anteil lesbisch, ist ja im Prinzip gemäß den Ursprüngen. INTA* ist willkommen, aber nicht Gründungsmitglied des Vereins.
Und das es dann "darauf ankommt" und einige auf das Wohlwollen der Einlasskontrolle oder der Organisierenden angewiesen sind, macht die Praxis aus meiner Sicht wenig attraktiv. Und damit beziehe ich das nicht mal auf mich unbedingt, sondern eher grundsätzlich.
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MiriamR
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Re: Gedanken über die Kategorie FLINTA* | Siegessäule
Brauche ich das als Trans-Frau?
Ich schaffe mir meinen "eigenen" Safe-Space.
Wenn sich die Menschen in meiner Umgebung schlecht benehmen, gehe ich.
Wenn die Menschen in meiner Umgebung mir nicht geheuer sind, gehe ich.
Wenn mir die Musik auf Veranstaltungen nicht gefällt, gehe ich.
Wenn mir die Stimmung nicht gefällt, gehe ich.
Muss man sich grundsätzlich hinter irgendwelchen Abkürzungen verstecken?
Es mag für manche ein Zeichen für Zugehörigkeit suggerieren. Aber seien wir doch mal ehrlich,
es ist doch nur eine weitere "Bubble" aus der man zu selten versucht auszubrechen und alle
die nicht zu dieser "Bubble" gehören auszugrenzen.
Miriam
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Muss man sich grundsätzlich hinter irgendwelchen Abkürzungen verstecken?
Es mag für manche ein Zeichen für Zugehörigkeit suggerieren. Aber seien wir doch mal ehrlich,
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Have fun.....always.